Samstag, 28. März 2009

Finanzkrise: Hunger nach Anleihen steigt - Aktien mehr und mehr out

In der Schweiz treibt der Anleihenhunger auf einen ausgestrockneten Markt

Aber nicht nur CHF- auch EUR und gar USD Gesellschaftsanleihen sind gesucht. Aufgrund der immer noch latenten Risikoaversion der Anleger ersetzen Gesellschaftsanleihen Aktien oder strukturierte Produkten als Anlagevehikel. Ausländische Schuldner zeigten sich seit Ende Ende 2008 sehr emissionsfreudig. Das gilt besonders für die an der SIX kotierten Anleihen in Franken von ausländischen Schuldnern.

Im Februar wurden 11,1 Mrd. CHF Anleihen emittiert, während die Rückzahlungen 4,5 Mrd. CHF betrugen. Werden die schweizerischen Schuldner in der Statistik miteinbezogen, so resultiert eine Nettorückzahlung von 4,5 Mrd. CHF (im Januar 2009: 73,4 Mio. CHF).

Banken bleiben dem Anleihemarkt beinahe fern

Interessant ist auch, dass die schweizerischen Banken in den vergangen Jahren Kredite aus den Bilanzen in strukturierte Produkte verpackt, weiterverkauft haben. Somit benötigen diese Banken weniger Gelder zur Refinanzierung solcher Kredite. Zudem verfügten Banken über weniger Eigenkapital, weshalb sie die Aktivitäten in der Kreditvergabe reduziert haben. Die Unternehmen werden sich deshalb wieder selbst über den Kapitalmarkt finanzieren.

In den USA finanzieren sich die Unternehmen hauptsächlich über den Anleihe-Markt und weniger über Bankkredite

Mit der Krise dürften sich europäische Unternehmen deshalb von ihren Abhängigkeiten von den Banken lösen und sich vermehrt vermehrt über den Anleihemarkt refinanzieren.

Der US-Anleihe-Markt erwartet eratische Zinssteigerungen aufgrund der gigantischen Stimmulierungspakete und erwarteten Hyperinflation. Aus diesem Grunde sind langfristige Zins-Swap Absicherungen kaum mehr erhältlich.


Mittwoch, 25. März 2009

Finanzkrise: Opel - Lösung in Sicht. Muss Fiat Chryslers Schulden übernehmen?

Nachdem sich eine Lösung mit Opel anbahnt, ist die europäische Autoindustrie noch nicht aus dem Schneider. Nun wird es Fiat erwischen. Denn im Vorfeld zwischen der geplanten Partnerschaft zwischen italiens Autobauer Fiat und dem US-Konzern Chrysler kommt es bereits zu Unstimmigkeiten.

Chrysler möchte, dass Fiat 35% seiner Schulden übernimmt. Fiat weist das Ansinnen zurück. Und Chrysler spricht bereits von einem "Missverständnis". Die Quittung: Die Fiat Aktien verloren 4%.

Der US Autobacher Chrysler hatte bereits 4 Mrd. USD von der Regierung erhalten und hat um weitere Nothilfe von 5 Mrd. USD gebeten. Fiat möchte 35% von Chrysler übernehmen und möchte im Gegenzug mit Technologie bezahlen, die für Chrysler lebensnotwendig ist.

Am Beispiel von Chrysler, welche im Vergleich zu den beiden grossen Amerikanischen Autoproduzenten General Motors und Ford relativ gut dahsteht, zeigt sich, die kritische Lage der US-Autoproduzenten.

In der Zwischenzeit verwirklicht Silvio Berlusconi seinen Kindertraum, spielt stolzer Lokomotivführer und weiht die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bologna und Florenz ein.

Foto: derstandard.at

Sonntag, 22. März 2009

US Banken auf dem Weg der Sanierung - Basis für Kurserholung an den Aktienmärkten

Finanzkrise: Sanierung der US-Banken in Griffnähe

In der kommenden Woche wird die US-Regierung ihren 3-Punkte-Plan vorstellen, mit denen sie die US-Banken sanieren und auf eine neue Basis stellen wird. Seit Jahresbeginn hat die US-Bankenaufsicht 18 US-Banken wegen geringer Eigenkapitalbasis geschlossen. Insgesamt mussten dieses Jahr bereits 25 amerikanische Banken schliessen. Und ein Ende des Bankensterbens in den USA ist wegen der Rezession nicht in Sicht.


3 Lösungsansätze zur Eliminierung der wertlosen Krediten aus den Bankbilanzen

* Privaten Investoren soll mit einem Teil des 700 Mrd. USD Hilfspakets finanziell geholfen werden, damit diese mittels eines "Public-Private-Ownership" den Ramsch kaufen.
* Das beschlossene Programm der US-Notenbank ("Term Asset-Backed-Seucrities Loan Facility") TLAF, das Verbraucherkredite unterstützt, wird ergänzt, indem private Investoren aus diesen Mitteln (über Kreditfinanzierung) die Schrottpapiere der Banken übernehmen können.
* Die wertlosen Papiere können auch mit Mittel der staatlichen Einlageversicherung (FDIC) aufgekauft werden.

Mit diesen Vorschlägen werden die Widerstände des Kongresses im Hinblick auf staatliche Hilfe zur weiteren Finanzierung der maroden Bankindustrie elegant umschifft. Die Kritik und die Enthüllung offener und versteckter Boni-Zahlungen der weltweit grössten Versicherungsgruppe, der AIG haben den Widerstand gegen weitere Finanzspritzen der Regierung vergrössert: Der republikanische Senator Charles Grassley (Iowa) hat die Manager von AIG gar aufgefordert, sie sollten dem "japanischen Modell folgen" und entweder "zurücktreten oder Selbstmord begehen".

Die US-Einlageversicherung wird zweckentfremdet

Für die Abwicklung des Instituts ist nun die staatliche Einlagensicherung zuständig, die Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC). Die FirstCity hatte zuletzt Vermögenswerte von nur 297 Mio. USD und Einlagen von nur 278 Mio. USD. Die jetzt auf den Einlagensicherungsfonds zukommenden Kosten werden auf 100 Mio. USD geschätzt. Das Fondsvermögen der FDIC ist auf den niedrigsten Stand seit nahezu 25 Jahren gesunken - zum Jahreswechsel waren es noch 18,9 Mrd. USD, verglichen mit 52,4 Mrd. USD ein Jahr zuvor.

Fazit: Mit der "Ausbuchung" der Schrottpapiere aus den Bankbilanzen werden den Banken (aus dem Erlös der Papiere) Mittel zufliessen. Anderseits müssen die realisierten Verluste in Bilanzen verbucht werden, womit per Saldo die Eigenkapitalbasis nach den Verkäufen noch schlechter ausfallen wird, anderseits die Bilanzen transparenter werden.

Ausblick: Falls endlich Löungen zur Bankenkrise angepackt und -vor allem- realisiert werden, dürften die Investoren wieder Vertrauen in die Aktienmärkte fassen.

Mittwoch, 18. März 2009

US Kleinstädte sagen dem Dollar ade

Wie weit das Vertrauen in den Dollar gefallen ist, zeigt das Beispiel amerikanischer Kleinstädte: Sie geben eigene Währungen heraus. Und das tragi-komische: Der (amerikanische) Staat verdient mit (bitte hier klicken).

Dienstag, 17. März 2009

Finanzkrise, Börsenkrise, Bankenkrise, Kreditkrise...es kann nur noch besser werden

Finanzkrise, Börsenkrise, Bankenkrise, Kreditkrise, Immobilienkrise, Weltwirtschaftskrise zehren an den Nerven...Entspannen wir uns knapp 3 Minuten...(bitte hier klicken)...uns schon sieht alles wieder besser aus.
 
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