Posts mit dem Label Anleihen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anleihen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 14. September 2009

Weicher Dollar bröckelt weiter - Gold ueber USD 1000


Aus der Weltwährung No. 1 wird ein Softy

  • Das untrüglich Zeichen der Dollarabsicherung: Der Goldpreis hat die psychologisch wichtige Hürde von USD 1.000 ohne Probleme durchbrochen
  • Ein schmelzender USD weckt die Begehrlichkeiten der Ölproduzenten nach einem Ersatzzahlungsmittel oder einem Währungskorb. Dies wird die Nachfrage nach USD noch weiter einschränken
  • Der USD-Kursrückgang ist nichts Neues: Seit rund 20 Jahren verliert der USD an Wert
  • Bisherige Stützen des USD (Währungsreserven ausländischer Zentralbanken, Vertrauen in die Währung, die US-Wirtschaft, den amerikanischen Staat) werden wegfallen, das Vertrauen in den Greenback weiter abnehmen. Die frühere Reservewährung wird immer wertloser
  • Angehäufte gigantische Dollarbestände mit denen die Amerikaner ihren Konsum auf Pump finanziert haben verlieren an Wert. China, der mittlere Osten, Russland... verabschieden sich von der (USD-)Währungsabhängigkeit
  • Weltweit werden Währungsreserven im USD abgebaut, die Finanzkrise hat aufgezeigt, was "sicher" ist: Die (wertlosen) Papierschnitzel werden in Gold getauscht
  • Die durch das Ausland finanzierte Verschuldung der USA mit denen die Amerikaner ihre Zinsen tiefhalten und den USD stützen konnten, endet. Gutes Geld wird nicht mehr schlechtem nachgeworfen
  • Eine kurzfristige Erholung der US-Wirtschaft, kombiniert mit der hohen Liquidität dürfte die Inflation in den USA wieder anziehen und die Währung weiter schwächen
  • Wie wollen (können?) die Amerikaner ihre Auslandsschulden bezahlen? Indem sie die Notenpresse noch schneller drucken lassen. Ein Investitionsanreiz bietet einzig substanziell höhere Zinsen als Risikoausgleich. Das Resultat: Neue Inflation (Geldentwertung), Währungsrückgang. Die Amerikaner, angewiesen auf Importe verfangen sich in derInflationsfalle
Quelle: Cash.ch

Samstag, 25. Juli 2009

Neueste Interviews mit Kapitänen Schweizerischer Top Gesellschaften

Wie geht es weiter mit Schweizer Gesellschaften, der Schweizer Wirtschaft?

Andreas Pohl, GL Vorsitzender Lidl Schweiz GmbH

Phiilippe Gaydoul, CEO Denner und VRP Gaydoul Group

Gert Lang, CEO Worldsoft AG

Hartmut Reuter, CEO Rieter Holding AG

Martin Rohner, Geschäftsleiter Max Havelaar Stiftung

Herrn Peter Rothwell, CEO Kuoni Reisen Holding AG

Herrn Thomas Limberger, CEO Von Roll Gruppe

Mirjana Blume, CEO Edisun Power Europe AG

Dr. Anja Hochberg, Leiterin internationale Volkswirtschaft, CS

Dieter Marmet, Partner von Wüest & Partner

Meine persönlichen Interviews mit diesen Wirtschaftsvertretern. Sie zeigen auf, wie es mit der Wirtschaft weiter geht.

Sonntag, 19. Juli 2009

US Vizepräsident Biden spricht von Staatsbankrott

Der US Vizepräsident lässt die Bombe platzen

"Wir müssen mehr Geld ausgeben, um den Staatsbankrott zu vermeiden." Die Amerikaner verstehen die Welt nicht mehr.

Besorgt schauen sie auf die Reaktion des AARP (Vereingung amerikanischer Pensionisten), denn die ge ist kritisch. Vizepräsident Biden spricht von "einer total unakzeptalen Situation", dass jetzt gehandelt werden müsse, der Staat jedoch finanziell nicht in der Lage sei..." unser Staat steuert Richtung Staatsbankrott."

Biden beklagt sich, dass ihn die Amerikaner nicht verstehen (wollen?) , dass nur noch mehr Geld den Staatsbankrott verhindern kann. Gutes Geld soll schlechtem nachgeworfen werden. Die amerikanischen Pensionisten - und nicht nur diese - verstehen die Welt nicht mehr.

42 US-Bundesstaaten haben Haushaltsdefizite - immer weniger Geld stehen höheren Ausgaben gegenüber

Das Dilema der US-Bundesstaaten Immer mehr Arbeitslose stehen sinkenden Steuereinnahmen gegenüber. Dramatische Kürzungen in den öffentlichen Haushalten stehen vollmundigen Versprechungen der gigantischen Wirtschaftshilfe gegenüber (die versickern).

Kalifornien in big trouble

Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ist in Kalifornien gezwungen, öffentliche Büros zusätzlich für drei Tage im Monat zu schliessen, damit die Regierung ihre Bediensteten überhaupt noch bezahlen kann. Zudem ist mit massiven Einschränkungen der Leistungen bei der Polizei, der Feuerwehr, beim Strassenbau und in der staatlichen Fürsorge zu rechnen.

Kalifornien steht damit nicht alleine, denn auch andre US-bundesstaaten treffen die Auswirkungen der Krise, also weniger Steuereinnahmen und höhere Schulden, immer härter. So erstreckt sich das Szenario weit über die amerikanische Westküste hinaus. Vor allem in Arizona, Ohio, Pennsylvania, Connecticut, Kentucky, Mississippi und North Carolina verschlechtert sich die Lage zusehends.

Citicorp, Wells Fargo und JPMorgan Chase (welche jeweils 15 bis 25 Mrd. USD Unterstützung vom Steuerzahler erhalten haben), weigern sich, Schuldscheine des US-Bundesstaates zu akzeptieren, da für den Staat ein erhöhtes Kreditrisiko besteht. Die Katastrophe ist für Kalifornien vorprogrammiert, denn Fitch, die Ratingagentur, hat städtische Anleihen bereits als Schrottpapiere herabgestuft.

Und so wachsen die US-Schulden gigantisch weiter...

Samstag, 16. Mai 2009

Finanzkrise: GM Anleihen behalten!

Wer bekommst was?

Ob es zur Insolvenz kommt, hängt nach Einschätzung von General Motors (GM) vor allem vom Ergebnis eines Swap-Angebots ab, das den Inhabern von Firmenanleihen gemacht wurde. Am 26. Mai läuft das Angebot ab, das vorsieht, Anleihen von jeweils 1.000 USD gegen 225 Aktien zu tausen. Mit diesem Federstrick könnte GM Schuldverschreibungen im Wert von 27 Mrd. USD in neues Kapital umtauschen und somit 10% am Konzern erwerben. Vertreter von Anleihens Eignern wollen jedoch einen Kapital Anteil von 58%.

Bis heute hat GM Überlebens-Staatshilfe von 15,4 Mrd USD Milliarden Dollar erhalten. Um weitere Hilfe zu erhalten, hat die US-Regierung dem Autokonzern bis 1. Juni 2009 Zeit gegeben, um einen umfassenden Sanierungsplan auszuarbeiten.

Die amerikanische Autogewerkschaft "United Auto Workers Union" (UAW) will 40% an der restrukturierten Gesellschaft, welches die Hälfte ihrer 20 Mrd. USD Investitionen abdecken würde. Und die US Regierung schliesslich würde rund 10 Mrd. USD seiner Nothilfe (von insgesamt 15,4 Mrd. USD) in Aktien umwandeln.

Kleinanleger protestieren

Kleinanleger sind nicht einverstanden, dass die UAW und die Regierung beim Überleben von GM bevorzugt behandelt werden. Sie argumentieren, dass die Anleihens Investoren insgesamt dass Doppelte der Regierung investiert haben und im Gegenzug nur 1/5 der Regierungs Guthaben erhalten soll.

Der Druck der Kleinanleger dürfte anhalten und für ein besseres Angebot sorgen.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Finanzkrise: Das Geld fehlt in den Kassen der Steuerhochburgen - Steinbrück schlägt wieder zu

Finanzminister Steinbrück will das neue Steuergesetzt "schnell scharf" machen

Die Kassen sind leer und werden leerer: Steinbrück auf der Suche nach den Geschädigten der Steuervögte: "Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt", sagte er im Bundestag. Jeder habe die Pflicht, in Deutschland Steuern zu zahlen.

"Steuerhinterziehung und erst recht -betrug sind kriminell - schlicht und einfach", sagte Peer Steinbrück (SPD) bei der ersten Lesung des Gesetzes zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung über Länder wie die Schweiz oder Liechtenstein.

Interessant ist, dass die Forderungen aus der Ecke der Steuerhochburg-Katelle kommen, denen viele Bürger den Rücken gekehrt haben.

Steinbrück will schnell durchgreifen

Er kündigte an, das Gesetz schnell "scharf" zu machen. Die dafür notwendige Rechtsverordnung werde er noch in dieser Legislaturperiode der Bundesregierung zuleiten. Dann werde man sehen, wie sich die Union dazu verhalte. Diese hatte sich lange gegen Steinbrücks Gesetzentwurf gesträubt und eine Abschwächung durchgesetzt.

Mit der von Steinbrück genannten Rechtsverordnung würden Steuerzahler mit Geschäftsbeziehungen zu Steueroasen - also Ländern, die den OECD-Standard zum Informationsaustausch in Steuersachen nicht erfüllen - besonderen Mitwirkungs- und Auskunftspflichten unterworfen. Kommen sie diesen nicht nach, droht der Verlust von Steuervorteilen (---> welche Steuervorteile, den Verlust des Maximumsteuersatzes?).

Steinbrück zitierte Schätzungen, nach denen weltweit dem Fiskus jährlich 2 bis 12 Bio. Euro durch Steuerkriminalität verloren gingen. In Deutschland seien es vermutlich über 100 Mrd. Euro.

Steinbrück-Äußerungen schlagen Wellen

Der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Otto Solms, bringt es auf den Punkt, es müsse in Deutschland ein Steuerrecht geschaffen werden, dass vom Bürger akzeptiert werde. Das Steuerrecht sei derzeit "unsäglich kompliziert, unüberschaubar und umständlich" - dies sei ein Grund für Steuerflucht.

Finanzkrise: Fass ohne Boden - Bank of America braucht weitere 35 Mrd. USD

"Millardengewinne" dank kreativer Buchhaltung - trotzdem fehlen 35 Mrd. USD

Die Bank of America (BoA) hat in den vergangenen Tagen noch jubiliert, indem sie für das erste Quartal 2009 einen Gewinn von 2,81 Mrd. USD Gewinn gemeldet hatte. Anderseits musste sie 13,4 Mrd. USD aus Kreditverlusten abschreibenund weitere Rückstellungen in Höhe von 6,4 Mrd. USD bilden.

Der Stresstest bei amerikanischen Banken ergab, dass die Bank of America nach 45 Mrd. USD weitere 35 Mrd. USD benötigt. Es wurde auch bekannt, dass die Bank den grössten Finanzbedarf der 19 getesteten Banken hat.

Aber auch andere Banken – darunter Citigroup und Wells Fargo sowie eine Handvoll regionale Banken – brauchen weitere Geldhilfe. Insgesamt sollen 10 weitere US-Banken ohne weiteren Kapitalbedarf nicht überleben. Doch im Bankenrettungsfond TARP (Troubled Asset Relief Program) stecken nur noch 100 Mrd. USD "zum Verteilen. .

Die US Börsen reagierten aud diese Hiobsbotschaften mit Kursgewinnen: Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 1,21 Prozent und der S&P 500 gewann sogar 1,74 Prozent.

Wichtiger Baustein der Regierungsstrategie

Die Banken Tests (Stress Tests) sind ein zentraler Teil in der Strategie der Obama-Regierung, mit der der Finanzsektor stabilisiert werden soll. Sie sind ein Indikator für den Zustand der Bankbilanzen für den Fall, dass sich die Wirtschaftslage in den USA weiter verschlimmert.

Unter Aufsicht der Notenbank Fed haben die zuständigen Regulierungsbehörden Berechnungen nach zwei vorgegebenen Szenarien durchgeführt: nach einem Grundszenario, das auf den wirtschaftlichen Annahmen aus dem Februar basiert, darunter ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2 Prozent, und nach einem schlimmeren Szenario, das einen Rückgang des BIP um 3,3 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 10,3 Prozent im kommenden Jahr unterstellt.

Die Tests werden bereits kritisiert

Bereits werden die Untersuchungen kritisiert, denn - um Panik zu vermeiden - werden in den Schlussberichten die Banken mit Samthandschuhen angefasst.

Sonntag, 3. Mai 2009

Finanzkrise: Invest 2009 in Stuttgart, grosses Interesse

Rund 15.000 Besucher besuchten vom 24. bis 26. April 2009 in Stuttgart die Invest, Deutschlands wichtigste Messe für institutionelle und private Anleger. Die Anleger bestätigten damit die Veranstaltung eindrucksvoll als wichtigen um das Thema Finanzen. Mit diesem starken Ergebnis, sind die Messe Stuttgart und die Börse Stuttgart, Mitveranstalter der Invest, sehr zufrieden, obwohl der Rekord vom letzten Jahr (2008:17.243 Besucher) nicht ganz erreicht wurde. „Dass die Invest trotz des schwierigen Börsenumfeldes so viele Besucher hatte, unterstreicht ihre Rolle als führende Finanzmesse in Deutschland“, sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Aussteller und Besucher haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen und bewiesen, dass Informationen gerade in volatilen Märkten und schwierigen Zeiten besonders wichtig sind.“ In einer Umfrage erklärten 97% der Besucher, dass sie die Invest weiter empfehlen und wieder kommen werden.

Ich danke Ihnen für Ihr grosses Interesse und Ihre zahlreichen Anregungen an der Messe. Ihre Reaktionen haben mir auch gezeigt, dass wir mit dem Kapitalschutz Investor auf dem richtigen Weg sind, indem wir - jeder für sich - in Anbetracht der lauernden Gefahren am Finanz- und Kapitalmarkt auf soliden Anlagen bauen. Denn vor uns liegt die Bankenkrise II, die ihre Ursachen in den kreativen Bankbilanzen (Überbewertung von Aktiven), Kreditkartenausstände, mangelnde Eigenkapitalbasis und beschränkte Wachstumsaussichten haben werden.

Einige Leser sind mit dem Wunsch an mich herangetreten, die Präsentationen zu erhalten. Über diesen Link (bitte anklicken) kommen Sie zu den drei Präsentationen: "Invest 2009 -Schweiz, Ausblick", "Invest2009-Anlagestrategie nach der Krise" und "Invest2009-Kapitalschutz", die Sie herunterladen können.

Mittwoch, 29. April 2009

Finanzkrise - Das Geheimnis des BoA Milliarden Gewinns

Der stolze Quartals Gewinn der Bank of America (BoA) von 4,2 Mrd. USD setzt sich wie folgt zusammen:

- 1,9 Mrd. USD kommen aus dem Verkauf der Anteile an der China Construction Bank und sind damit einmalig und
- 2,2 Mrd. USD kommen aus der neuen Bewertung der Merrill Lynch-Anleihen.
- Die neuen FASB "Casino"-Bewertungs-Regeln haben auch zum "Glanzresultat" mitgeholfen

Unter dem Strich wurde ein Null-Gewinn aus dem Kerngeschäft erwirtschaftet.

Der Konzern stockte seine Vorsorge für Kreditausfälle um 6,4 Mrd. USD auf 13,4 Mrd. USD auf. Gleichzeitg gibt der Konzern zu, dass sich die Kreditqualität in allen Geschäftsfeldern verschlechtert habe (die BoA hat ausstehende Kredite von rund 1 Bio. USD, denen nur Reserven von 2,9% gegenüber stehen). Im Kartengeschäft wurde jetz schon ein Minus von 1,8 Mrd. USD verbucht.

Dienstag, 28. April 2009

Finanzkrise: Zweite Pleitewelle in Sicht?


Risikoprämien auf Bankanleihen sind am Steigen

Die Kreditversicherungen stehen trotz weltweiter Milliarden Hilfen für den angeschlagenen Finanzsektor auf Rekordhöhe. Dass die Risiko-Prämien gleich hoch sind, wie nach der Lehman Pleite widerspiegelt den Angstfaktor nach weiteren grösseren Pleiten Risiken.

Nachdem die Risikoprämien der Credit Default Swaps (CDS) auf unter 150 Basispunkte gefallen sind, liegen sie im Durchschnitt (!) aller Emittenten bereits wieder deutlich über 200 Punkte. Dem Niveau kurz nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im vergangenen September.

Investiert ein Investor 10 Mio. Euro in eine Bankanleihe, muss dieser im Schnitt 200.000 Euro bezahlen, um das Risiko des Emittenten abzusichern.

Das Insolvenzrisiko ist für Zertifikatekäufer von grosser Bedeutung. Denn bei den Produkten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen; geht der Emittent pleite, ist die Rückzahlung des Kapitals gefährdet. Die Entwicklung der CDS zeigen auf, wie hoch der Markt das Pleiterisiko einer Bank einschätzt.

Insgesamt hat sich der Derivatemarkt im ersten Quartal schwach entwickelt. Mit 29.000 Zertifikaten wurden deutlich weniger aufgelegt als im Vorjahreszeitraum, als es 42.000 Neuemissionen gab. Dies spricht für eine weiterhin grosse Zurückhaltung der Anleger.

Der Börseneinbruch bis März hat dazu geführt, dass bei zahlreichen Produkten die Risikopuffer gerissen wurden mit der Folge, dass die Bonusrenditen verfielen. Über alle Produktkategorien hinweg lag die sogenannte Knock-in-Quote bei 62,4 Prozent. Damit hat bei fast zwei Dritteln der Produkte der Risikopuffer nicht ausgereicht. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im dritten Quartal 2008 lag der Wert bei 11,8 Prozent.

Dienstag, 21. April 2009

Finanzkrise - IMF erwartet weitere 4 Billionen USD Banken Abschreibungen

Das Karussell dreht sich immer schneller

Jetzt gibt auch der der Internationale Währungsfonds (IWF) zu, dass die Finanzindustrie zusätzlich bis zu 4 Billionen (4.000.000.000.000) USD oder 3 Billionen (3.000.000.000.000) Euro zusätzlichen Abschreibungen stehen. Die Banken sind dabei zu 2/3 und die Versicherer und Pensionskassen 1/3 betroffen. Die letzte Schätzung stand bei „bis 2 Billionen (2.000.000.000.000) USD. Wie von Geisterhand – und trotz gigantischer Staatshilfen rund um den Globus – haben die Risiken um in den vergangenen 6 Monaten 100% zugenommen. Doch: Ohne Säuberung der Bankbilanzen von wertlosen Luftpositionen geht von den Banken weiter Risiko für die Wirtschaft aus.

Das Unheil dürfte mit 2,7 Billionen USD aus den USA kommen (im Januar wurden die Verluste auf 2,2 Billionen USD geschätzt. Ramschpapiere und Kreditpositionen aus Europa dürften sich auf 1,2 Billionen USD belaufen.

Statt einer Verbesserung oder mindestens der Konsolidierung der Lage im Finanzmarkt warnt der IMF, dass sich DIE FINANZKRISE VERBREITERT HABE.

Im Gegenzug zu der Auslagerung der Giftpapiere muss die Finanzindustrie mit frischem Kapital ausgestattet werden. Die Alternative: Die Abwärtsspirale des globalen Finanzsystems dreht sich noch schneller.

Finanzkrise: Erste Vorboten der Hyperinflation Die kommende Hyperinflation leicht erklärt

Simbabwe schafft eigene Währung ab

Simbabwes Inflation liegt bei 230 Millionen Prozent. Jetzt kommt die Notaktion: Die Regierung wird den Simbabwe-Dollar für mindestens ein Jahr aus dem Verkehr nehmen. Als Ersatz werden ausländische Währungen zugelassen. Also: USD und Euro - zwei Kranke, als Ersatz für einen Toten (Zimbabwe-Dollar).

Deutschland am Schicksalstag 20.04.2009

Bei der BRD-Staatsanleihen-Auktion blieben die Käufer aus. Es konnten nicht alle Anteile verkauft werden konnten. Das besondere hierbei ist, dass es sich um eine 6-Monate bezifferte Anleihe handelt, also keine Langfristige wie z.B. 10 Jährige. Finanzminister Steinbrück (Peitschen Peer) war bestimmt geschockt, als er vernahm, dass die Finanzierungsquelle, die "solide deutsche Staatsanleihe" versiegt. Wenn die Regierung Probleme hat Geld auf den Kapitalmarkt zu bekommen, droht der Staatsbankrott. Die EZB könnte zwar die Anleihen direkt monetisieren, aber was 1923 in einer ähnlichen Situation rauskam wissen wir: Hyperinflation.

Deshalb: Hyperinflation leicht erklärt (hier kommen Sie zum Film)

oder in einem Bild

Papiergeld ist nicht mal mehr Toilettenpapier wert. Bildquelle: www.appfrica.net



Montag, 13. April 2009

Finanzkrise Ostern 2009: 22. US Bankenpleite, US Post auch am Ende?

Ostern 2009: 22. Bankenpleite in den USA in 2009

In den USA setzt sich die Serie der Bankenzusammenbrüche im Zuge der Finanzkrise auch 2009 fort. Noch nie sind in den USA so viele Banken in so kurzer Zeit geschlossen worden. Als 22. Institut in diesem Jahr wurde die Cape Fear Bank aus Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag von der staatlichen Einlagensicherung FDIC geschlossen.

Amerikanischer Post droht das Aus

Postminister John Potter sagte einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, ohne zusätzliche Finanzspritze werde die Post bis Ende des Jahres nicht mehr alle ihre Verpflichtungen erfüllen können. Die Frage laute: Welche Rechnungen werden bezahlt und welche nicht?

Potter sagte, die Auszahlung der Löhne und Gehälter solle gesichert werden. Andere Zahlungen müssten aber aufgeschoben werden. Zu den geplanten Sparmaßnahmen gehöre, Briefe und Pakete nur noch fünf Tage die Woche zuzustellen. Der Post drohten „Verluste von historischen Ausmassen".

Die US Post erlitt in 2008 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) Verlust und muss in diesem Jahr wegen der Rezession mit noch grösseren Einnahmeausfällen rechnen.

Finanzkrise: Steht die Fed vor der Pleite?

Ironie des Schicksals: Gerade die Schweizer, welche beim G20-Gipfel von den Amerikanern nicht eingeladen worden sind und unter Dauerbeschuss der US Regierung sind, "spenden" der einst stolzen US-Notenbank, der FED und retten sie vor Illiquidität. Die Amerikaner können mit bis 40 Mrd. CHF an Hilfe rechnen. Die SNB (Schweizerische) gab ihr Einverständnis zu einer neuen, "zeitlich begrenzten Devisen-Swap-Vereinbarung mit der FED".

Auch von der stark gebeutelte Bank von England (BoE) erhält die US-Notenbank einen Rahmen von bis zu 30 Milliarden Pfund, und aus Japan durch die Bank of Japan (BoJ) bis zu 10 Billionen Yen.

Die Zusammenarbeit der Notenbanken bei der Versorgung mit Liquidität in jeweils fremder Währung begann mit Swapabkommen zwischen Fed, EZB und SNB im Dezember 2007. Die Fed schloss dann während der heftigen Marktturbulenzen nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September weitere Arrangements mit den Notenbanken Kanadas, Japans und Großbritanniens. Außerdem bestehen mehrere Swap-Linien zwischen Fed und EZB und kleineren Zentralbanken in aller Welt, im Falle der EZB vor allem in Osteuropa. Wie bereits bei früheren Devisenabkommen ging die Initiative auch dieses Mal von der US-Notenbank aus.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage, wie die US-Regierung und mit ihr die FED die gigantischen Wirtschaftsförderungs-Programme von 2 Billionen USD abwickeln und wer die neu emittierenden US-Staatsanleihen kaufen wird, welche den Markt in Kürze überschwemmen werden. Die Chinesen protestieren bereits lautstark und und sehen ihre 800 Mrd. USD amerikanischer Staatsanleihen in Luft auflösen.

Samstag, 11. April 2009

Finanzkrise: Radikalkur der US-Börsen durch Obama

Der neue US-Präsident Obama erhöht die US-Börsensteuern um 359%

Klangheimlich wurde die Börsensteuer für gedeckte Transaktionen von 5,60 USD seit dem 7. April 2009 auf 25,70 USD pro Million USD erhöht. Die ersten angekündigten und bereits in Kraft gesetzten Steuererhöhungen. Den genauen Text erhalten Sie hier (bitte klicken) und hier die Details (bitte klicken). Eine solche Massnahme zur Eindämmung des Berufshandels ist im globalen Handel kontraproduktiv. Der US-Handel wird ins Ausland abwandern und in den USA Jobs kosten. Und ein Grossteil der 2 Bio. USD Staatshilfe wird unnütz verbraten.

Obama steht bereits vor der ersten und entscheidenden Bewährungsprobe

Das Misstrauen vieler US Politiker gegenüber ihrer Notenbank wächst. Mehr und mehr Senatoren fordern grössere Transparenz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kreditvergangen der US-Notenbank. Der Öffentlichkeit wurde einzig mitgeteilt, dass die Hilfen in die Billionen gehen. In der Zwischenzeit geraten die "Rettungsmassnahmen" immer mehr ausser Kontrolle. Aus den 700 Mrd. USD sind bereits 2 Bio. USD "verschenkt worden". Doch wieviel an wen? Die Fed schweigt. Ein Eigengoal.

Die Fed verscheucht allfällige Investoren für die Ramschpapiere

Bereits im November hat Bloomberg das Fed auf Herausgabe von Informationen der verschenkten Billionen verklagt und sich auf den Freedom of Information Act (bitte hier klicken). Doch nichts ist passiert. Obwohl Anfang April 59 Senatoren und damit die grosse Mehrheit der Kammer dem Zusatzantrag zum Haushalt 2010 zugestimmt hatten. Womit die Fed verpflichtet wurde die Namen der Banken bekannt zu machen, welche Liqudidätkredite beanspruchten. Im Klartext, die Banken, die immer noch unter Liquiditätproblemen leiden. sollten geoutet werden. Der Zusatzantrag bedeutet nichts anderes, als den offensichtlichen Vertrauensverlust der Regierung in seinen Präsidenten und die eigene Notenbank. Wieso dieses Geheimniskrämerei? Steht es um die US-Banken noch viel schlimmer als befürchtet?

Noch kann die USD-Notenbank unabhängig von der Politik agieren. Wann wird sie von der Politik in Ketten gelegt?

Die Fed ist von der Politik zwar unabhängig, ihre Eigenständigkeit wird allerdings nur durch ein einfaches Gesetz, das Federal Reserve Act, garantiert. Dieses Gesetz kann jederzeit vom Parlament geändert und der Politik untergeordet werden.

Dienstag, 7. April 2009

Investoren sind weniger risikoavers - Gold schwächer

Nach schwächeren Tagen konnte der Juni-Kontrakt Gold aufgrund der leicht negativen Korrelation zu den wichtigsten Aktienmärkten USD 10,50 auf 883,30 wieder leicht an Terrain gewinnen. Am Freitag wies es noch ein 2 1/2 Monatstief auf, denn die Risikoaversion der Anleger nimmt weiter ab. Doch aufgepasst: In der kommenden Inflationphase, gilt es Sachwerte anzubinden, seien es Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle.

Wie geht es weiter: Die amerikanische amerikanische Notenbank setzte ihre Offenmarktpolitik am Dienstag unvermindert weiter, indem sie wiederum Staatsanleihen aufkaufte, welche die Regierung am emittierte, um die gigantischen Wirtschaftpakete zu finanzieren. Zum ersten mal seit 1993 gab sie 7-jährige Anleihen heraus. Die Regierung glaubt also an eine lange Durststrecke. Doch wer hat ausser dem Fed, den Mut die "AAA(?)" Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Chinesen die Nase voll haben?

Während die Politiker die Lage schönreden, haben die meisten Anleger die Lage erkannt und stürzen sich auf das Gold. Ich empfehle Ihnen folgenden interessanten Artikel (bitte hier klicken). Haben Sie schon mal einen Goldhaufen von 1,4 Mrd. CHF (935 Mio. Euro) gesehen?

Was sagte Alan Greenspan...

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde."

...und Ben Barnanke?

"Im Zweifel kann die Fed die Dollarpresse beliebig rotieren lassen und notfalls Geld mit dem Helikopter abwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln."


Quelle: Tagesanzeiger

Sonntag, 5. April 2009

Dank Finanzkrise: RBS und UBS verdienen Milliarden

Zuerst rettet sie der Staat mit Steuergeldern, dann verdienen sie sich dumm und dämlich, indem sie den Anleger für Brosamen ihre Anleihen zurückkaufen

Soeben hat die britische Royal Bank of Scotland (RBS) ein Angebot für den Rückkauf eigener Nachranganleihen im Volumen von 17 Mrd. Euro bekannt gegeben. Diesen Weg zur Erhöhung der Kernkapitalquote hatten zuvor andere Banken beschritten. Es ist das bisher mit Abstand grösste Rückkaufprogramm, nachdem binnen nur zwei Tagen mit der britischen Lloyds, der Banco Popolare sowie der Banco Sabadell drei weitere Banken den Ankauf eigener Nachrangpapiere im Volumen von insgesamt knapp 10 Mrd. Euro angekündigt hatten. Mit den Massnahmen können die Banken gigantische Buchgewinne realisieren und ihre Kernkapitalquoten verbessern, da sie die aufgrund der Finanzkrise stark unter Druck geratenen und meist illiquiden Papiere weit unter Nominalwert zurückkaufen können.

Die Institute im Euro-Raum werden Anleihen im Betrage von schätzungsweise 30 Mrd. Euro zum Durchschnittskurs von 60% bis 70% zurückkaufen und dabei Wertschriftengewinne von weit über 2 Mrd. Euro realisieren.

Die Institute folgen dem Vorbild der schweizerischen UBS, die den Rückkauf eigener Nachranganleihen im Nominalwert von 552 Euro für 352 Mio. Euro von den Anlegern erworben hatten. Ihr Nettogewinn von 200 Mio. Euro bringt der Bank, welche vorgängig mit 46 Mrd. CHF dank Steuergeldern gerettet wurde, einen satten Gewinn von 36%. Mit dieser Transaktion konnte die Bank ihre Kernqkapitalquote um 0,1 Prozentpunkte verbessern.

Aber die UBS hat noch Grösseres vor: Sie will will ausstehende Anleihen im Umfang von bis zu 1 Mrd. Mrd. Euro zurückkaufen um die Kernkapitalquote noch mehr zu verbessern. Es handelt sich um 4 nachrangigen Anleihen (Lower Tier 2) mit Fälligkeiten zwischen November 2015 und September 2019 im Nominalwert von rund 7 Mrd. CHF. Den maximalen Wert der Rückkaufofferte setzte die Bank auf 1 Mrd. Euro fest. Die vier nachrangigen Anleihen werden zurzeit mit einem substanziellen Abschlag gegenüber ihrem ursprünglichen Ausgabepreis gehandelt.

Auch Santander, Barclays sowie die ING Bank dürften von den Schnäppchenpreisen ihrer eigenen Nachranganleihen dank Staatshilfen profitieren.
 
iPing-it! RSS RSS Verzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Newstin www.beliebtestewebseite.de Mit Bloglines abonnieren On our way to 1,000,000 rss feeds - millionrss.com Bloggeramt.de Add to Technorati Favorites http://www.wikio.de Subscribe to updates