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Montag, 14. September 2009

Weicher Dollar bröckelt weiter - Gold ueber USD 1000


Aus der Weltwährung No. 1 wird ein Softy

  • Das untrüglich Zeichen der Dollarabsicherung: Der Goldpreis hat die psychologisch wichtige Hürde von USD 1.000 ohne Probleme durchbrochen
  • Ein schmelzender USD weckt die Begehrlichkeiten der Ölproduzenten nach einem Ersatzzahlungsmittel oder einem Währungskorb. Dies wird die Nachfrage nach USD noch weiter einschränken
  • Der USD-Kursrückgang ist nichts Neues: Seit rund 20 Jahren verliert der USD an Wert
  • Bisherige Stützen des USD (Währungsreserven ausländischer Zentralbanken, Vertrauen in die Währung, die US-Wirtschaft, den amerikanischen Staat) werden wegfallen, das Vertrauen in den Greenback weiter abnehmen. Die frühere Reservewährung wird immer wertloser
  • Angehäufte gigantische Dollarbestände mit denen die Amerikaner ihren Konsum auf Pump finanziert haben verlieren an Wert. China, der mittlere Osten, Russland... verabschieden sich von der (USD-)Währungsabhängigkeit
  • Weltweit werden Währungsreserven im USD abgebaut, die Finanzkrise hat aufgezeigt, was "sicher" ist: Die (wertlosen) Papierschnitzel werden in Gold getauscht
  • Die durch das Ausland finanzierte Verschuldung der USA mit denen die Amerikaner ihre Zinsen tiefhalten und den USD stützen konnten, endet. Gutes Geld wird nicht mehr schlechtem nachgeworfen
  • Eine kurzfristige Erholung der US-Wirtschaft, kombiniert mit der hohen Liquidität dürfte die Inflation in den USA wieder anziehen und die Währung weiter schwächen
  • Wie wollen (können?) die Amerikaner ihre Auslandsschulden bezahlen? Indem sie die Notenpresse noch schneller drucken lassen. Ein Investitionsanreiz bietet einzig substanziell höhere Zinsen als Risikoausgleich. Das Resultat: Neue Inflation (Geldentwertung), Währungsrückgang. Die Amerikaner, angewiesen auf Importe verfangen sich in derInflationsfalle
Quelle: Cash.ch

Donnerstag, 27. August 2009

Die Börsenrallye verpufft - steigen Sie aus


Mehr und mehr Anzeichen sprechen für substanzielle Börsen-Korrekturen



  • Die bisherigen Wachstumszahlen sind äusserst bescheiden und basieren auf tiefem Niveau

  • Wirtschaftsförderungsprogramme, meist zur Erneuerung der Infrastruktur, verpuffen und laufen aus, während der Privatkonsum auf der Stelle tritt

  • Während die Notenbanken den Banken Gelder „Gratis-Geld“ nachgeworfen haben, konnten diese Ihre Handelsgeschäfte tätigen, während den KMUs (Klein- und mittelgrosse Betriebe) der Hahn abgedreht wurde

  • Die Banken – und nur die – profitieren von der Nullprozent-Politik der Notenbanken. Diese paradiesischen Zustände dürften jedoch vorbei sein. Was, wenn die Zinsen steigen?

  • Gigantische Wirtschaftsförderungsprogramme wurden durch Pump finanziert, während die Steuereinnahmen der Staaten einbrechen. Die Zinserhöhungen werden zu Schocks führen. Höhere Zinsen sind Gift für die Börsen

  • Die Immobilienkrise in den USA ist – allen Unkenrufen zum Trotz – alles Andere als überstanden. Die „gesicherten“ Schrottpapiere bleiben Schrott und dürften ihre „echte Nullbewertung“ noch vor sich haben

  • Mit Ausnahme der Handelsbanken, die dank besseren Börsen und der Auslagerung der Schrottpapiere durch Handelsgewinne Quartals-Gewinne ausweisen konnten, leiden die meisten Unternehmen an der Flaute. Ist dies die Basis für eine substantielle Börsenerholung?

  • Der Optimismus an den Börsen betrifft nur die opportunistischen Profis. Die Börsenumsätze sind bescheiden und nicht durch Vertrauen abgestützt. Im Klartext: Es werden immer die gleichen Papiere hin und hergeschoben

  • Tieferen Unternehmensgewinnen stehen höheren Börsenkursen gegenüber. Besonders Industrie- und Exportwerte dürften überproportional korrigieren

  • Nach dem weltweit starken Anstieg der Börsen seit den Crashs werden die Profis im Hinblick auf die jährlichen Zitterpartien im September/Oktober die Gewinne realisieren

  • Technisch sind die Börsen, das Gold, das Öl…überkauft. Sie dürften in Bälde korrigieren



    Radmil Consulting GmbH


Dienstag, 4. August 2009

Das Öl wird knapp, Oel ist gesucht



Bereits im asiatischen Handel ist der Oelpreis am Montag gestiegen. Ein Fass (159 Liter) der US- Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September stieg auf 70.09/Fass USD. Das sind 64 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kletterte um 50 Cent auf 72.20 Dollar. Im Laufe des Montags stabilisierte sich der Preis über 70 USD/Fass.

Positive Daten aus China, die jüngsten Kursgewinne an den Aktienmärkten und die Hoffnung auf eine Beschleunigung der Konjunkturerholung setzten den Lift in Bewegung.


Dies, die vorgeschobenen Gründe. Die echten Gründe spricht der der Cheföknom der Internationalen Energieagtur (IAE), Fatih Birol. Nichts Neues zwar,...

Dr. Birol liess verlauten, dass diejenigen Länder, die grosse Erdölvorräte aufweisen - die meisten im Nahen Osten - ihren Einfluss erheblich vergrössern werden. Birol geht davon aus, dass die grosse Erdölkrise nach 2010 stattfinden werde.

Er warnte davon, dass alle Industrien der Welt und die Wirtschaft auf Erdöl aufgebaut sind. Und dass ein Systemwechsel auf andere (Energie-) Systeme viel Zeit und Geld kosten.

Die Macht der wenigen Erdölproduzenten-Länder wird erheblich zunehmen. Obwohl diese bereits 40% am Welterdölmarkt beherrschen, wird dieser Anteil in Kürze noch rasant ansteigen.


Die grosse Gefahr ist die Gefahr des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, denn das Angebot werde nach 2010 ausser Kontrolle geraten, wenn die Nachfrage ansteige und sie wegen fehlender Investitionen in Förderanlagen fallenden Fördermengen gegenüberstehen.

Sonntag, 2. August 2009

USA - UBS - Schweizer Steuergeheimnis - Viele Unbekannte

UBS - USA - Schweizer Bankgeheimnis. Drei Bundesräte - drei verschiedene Presse Kommentare. Was stimmt?

31.07.2009: Bundesrätin Calmy-Rey (Aussenministerin)... ...ist "sehr zufrieden", dass sich die Grossbank UBS und die US-Behörden im Grundsatz auf einen Vergleich im Steuerstreit geeinigt haben. Und das Schweizerische Aussenministerium doppelt nach: Die Aussicht auf einen Konflikt zwischen den Gesetzen der USA und jenen der Schweiz hat die sehr starken bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern in gewisser Weise belasten können, sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, P.J. Crowley, in Washington. Der Vergleich beseitige ein Problem, "das unsere Beziehungen hätte komplizieren können," sagte er und bekräftigte, die beiden Aussenministerinnen Hillary Clinton und Micheline Calmy-Rey seien erleichtert über die Einigung.

31.07.2009: Bundesrat Merz (Finanzminister) bestätigt, "das Bankgeheimnis ist nicht verhandelbar...die Verhandlungen sind abgeschlossen

01.08.2009 Bundesrätin Widmer Schlumpf (Justizministerin) "ist optimistich", dass es im Steuerstreit zwischen der Grossbank UBS und den US-Steuerbehörden zu einer Einigung kommt. Doch Bedenken seien nicht unbegründet.

Doch die "Sonntagszeitung" spricht eine andere Sprache. Recherchen der Zeitung kommen zu einem ganz anderen Ergebnis der Gespräche mit den USA

Der Zeitung zufolge muss die UBS keine Busse für ihr Fehlverhalten zahlen. Der Vergleich sieht weiter vor, dass die Schweiz bis zu 5000 Namen von amerikanischen Steuersündern liefern muss. Dabei handelt es sich um Kunden, die Kapitalerträge hinter Offshore-Strukturen verstecken. Die Auslieferung soll über ein Amtshilfeverfahren erfolgen. Dabei sollen die Details durch (die UBS? und) die Schweizer Regierung bis nächsten Freitag geregelt sein und Richter Alan Gold präsentiert werden.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Yahoo und Microsoft – die Power Force der Zukunft


Microsoft hat die finanziellen Mittel, die langfristig angelegten strategischen Deals zu verwirklichen.

Mit Hilfe von Yahoos Technik kann Microsoft seine neue Suchmaschine Bing so weit zu verbessern, dass sie eine echte Alternative wird. Immerhin hatte Microsoft mit Bing nach jahrelanger spektakulärer Erfolglosigkeit im Internetgeschäft erstmals einen Achtungserfolg erzielt.

In Zukunft wird Yahoo anderseits die Technologie von Microsofts Bing Suchmaschine nutzen. Yahoo wird zudem den Verkauf von Premium-Suchanzeigen für beide Unternehmen organisieren. Darüber hinaus behalten die Unternehmen jedoch jeweils ihr eigenes Anzeigen- und Verkaufsgeschäft. Microsoft und Yahoo hatten bereits seit Monaten über eine Zusammenarbeit verhandelt. Vorerst müssen die Beiden die die Prüfung der US-Kartellbehörden abwarten und hoffen, dass die Transaktion Anfang 2010 abgeschlossen werden kann.

Bing kann auf einen Schlag seine Reichweite verdreichfachen

In Zukunft landen alle Yahoo Suchen bei Bing. Mehr Suchen bedeuten mehr Wissen über die Nutzer, und das lässt sich in viel Geld, Werbegeld ummünzen. Das Risiko für Microsoft ist minim, denn Microsoft zahlt an Yahoo nur einen Umsatzanteil, und es erspart sich - anders als bei einer Komplettübernahme - die schwierige Integration der beiden unterschiedlichen Firmenkulturen.

Microsofts Suchmaschine Bing wird eine wichtige Alternative zu Google. Ein gefährlicher Konkurrent des Marktführers

Das Gespann Yahoo-Microsoft wird nicht nur das Fast-Monopol der Suchmaschine Google brechen. Nein viel wichtiger, einen grossen Kuchen des gigantischen Werbekuchens im Internet Geschäft.

Doch wieso sind die Yahoo Papiere eingebrochen?

Yahoo braucht dringend Cash. Doch Microsoft lässt den Partner vorerst auf dem Trockenen. Wie Microsoft mitteilte, soll Yahoo am Umsatz des Suchmaschinengeschäfts beteiligt werden. Die Partnerschaft wird Yahoo zufolge einen jährlichen Beitrag zum operativen Gewinn von schätzungsweise 500 Millionen Dollar einbringen. Bei den Investitionskosten würden etwa 200 Millionen Dollar eingespart. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Yahoos soll um rund 275 Millionen Dollar pro Jahr steigen.

In 2008 scheiterte Microsofts Versuch, Yahoo für 47,5 Mrd. USD zu übernehmen.

Ein Anlauf von Yahoo für eine Zusammenarbeit mit Google wurde wegen wettbewerbsrechtlicher Probleme gestoppt. Die Aktionäre von Microsoft und Yahoo hatten die Unternehmen indes bereits seit längerer Zeit zur Zusammenarbeit gedrängt. Vor allem Yahoo-Aktionär Carl Icahn, der rund fünf Prozent an Yahoo hält und im Direktorium des Internetunternehmens sitzt, hatte immer wieder auf eine Partnerschaft im Suchmaschinenbereich und gegen einen Zusammenschluß zwischen Yahoo und Microsoft gedrungen.

Yahoo (YHOO) und Microsoft (MSFT) als vorerst schwächliche Allianz wird ab 2010 rasant an Fahrt gewinnen. Die No. 2 (Yahoo) mit 19,6% Marktanteile im amerikanischen Suchmaschinen–Markt und die No. 3, Microsoft mit 8,4% stehen dem Giganten Google (GOOG) noch mit 65% gegenüber.

Montag, 27. Juli 2009

SEC verbietet Short Verkäufe - Tote Hunde in Sicht?

SEC begründet die Entscheidung mit der schrecklichen Lage am Immobilienmarkt...

...der mit der Lage am Aktienmarkt zusammenhange (offizieller Beschluss des SEC).

Das SEC verweist auf die Panik und die Ungewissheit an den Finanzmärkten: "Wenn die Leute in Panik reagieren, werden die Fundamentaldaten ausser Acht gelassen..." Und dies würden sich die Short-Sellers zu Nutze machen und Aktien verkaufen. Was zu weiteren Kursrückgängen führt.

Um dieser misslichen Lage ein Ende zu setzen, beschloss das SEC, die Leerverkäufe von 799 Gesellschaften einzufrieren. Sobald sich die Situation verbessere...

Die Notbremse, die das Fed gezogen hat, deutet auf verborgende Hunde hin und ist alles Andere als beruhigend. Die Massnahme dürfte kurzfristig von Erfolg gekrönt sein. Dann aber zählen wieder die Fundamentaldaten, die Aussichten...Kurz: Aussichten der Wirtschaft und Unternehmungen.

Sonntag, 19. Juli 2009

US Vizepräsident Biden spricht von Staatsbankrott

Der US Vizepräsident lässt die Bombe platzen

"Wir müssen mehr Geld ausgeben, um den Staatsbankrott zu vermeiden." Die Amerikaner verstehen die Welt nicht mehr.

Besorgt schauen sie auf die Reaktion des AARP (Vereingung amerikanischer Pensionisten), denn die ge ist kritisch. Vizepräsident Biden spricht von "einer total unakzeptalen Situation", dass jetzt gehandelt werden müsse, der Staat jedoch finanziell nicht in der Lage sei..." unser Staat steuert Richtung Staatsbankrott."

Biden beklagt sich, dass ihn die Amerikaner nicht verstehen (wollen?) , dass nur noch mehr Geld den Staatsbankrott verhindern kann. Gutes Geld soll schlechtem nachgeworfen werden. Die amerikanischen Pensionisten - und nicht nur diese - verstehen die Welt nicht mehr.

42 US-Bundesstaaten haben Haushaltsdefizite - immer weniger Geld stehen höheren Ausgaben gegenüber

Das Dilema der US-Bundesstaaten Immer mehr Arbeitslose stehen sinkenden Steuereinnahmen gegenüber. Dramatische Kürzungen in den öffentlichen Haushalten stehen vollmundigen Versprechungen der gigantischen Wirtschaftshilfe gegenüber (die versickern).

Kalifornien in big trouble

Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, ist in Kalifornien gezwungen, öffentliche Büros zusätzlich für drei Tage im Monat zu schliessen, damit die Regierung ihre Bediensteten überhaupt noch bezahlen kann. Zudem ist mit massiven Einschränkungen der Leistungen bei der Polizei, der Feuerwehr, beim Strassenbau und in der staatlichen Fürsorge zu rechnen.

Kalifornien steht damit nicht alleine, denn auch andre US-bundesstaaten treffen die Auswirkungen der Krise, also weniger Steuereinnahmen und höhere Schulden, immer härter. So erstreckt sich das Szenario weit über die amerikanische Westküste hinaus. Vor allem in Arizona, Ohio, Pennsylvania, Connecticut, Kentucky, Mississippi und North Carolina verschlechtert sich die Lage zusehends.

Citicorp, Wells Fargo und JPMorgan Chase (welche jeweils 15 bis 25 Mrd. USD Unterstützung vom Steuerzahler erhalten haben), weigern sich, Schuldscheine des US-Bundesstaates zu akzeptieren, da für den Staat ein erhöhtes Kreditrisiko besteht. Die Katastrophe ist für Kalifornien vorprogrammiert, denn Fitch, die Ratingagentur, hat städtische Anleihen bereits als Schrottpapiere herabgestuft.

Und so wachsen die US-Schulden gigantisch weiter...

Donnerstag, 7. Mai 2009

Finanzkrise: Fass ohne Boden - Bank of America braucht weitere 35 Mrd. USD

"Millardengewinne" dank kreativer Buchhaltung - trotzdem fehlen 35 Mrd. USD

Die Bank of America (BoA) hat in den vergangenen Tagen noch jubiliert, indem sie für das erste Quartal 2009 einen Gewinn von 2,81 Mrd. USD Gewinn gemeldet hatte. Anderseits musste sie 13,4 Mrd. USD aus Kreditverlusten abschreibenund weitere Rückstellungen in Höhe von 6,4 Mrd. USD bilden.

Der Stresstest bei amerikanischen Banken ergab, dass die Bank of America nach 45 Mrd. USD weitere 35 Mrd. USD benötigt. Es wurde auch bekannt, dass die Bank den grössten Finanzbedarf der 19 getesteten Banken hat.

Aber auch andere Banken – darunter Citigroup und Wells Fargo sowie eine Handvoll regionale Banken – brauchen weitere Geldhilfe. Insgesamt sollen 10 weitere US-Banken ohne weiteren Kapitalbedarf nicht überleben. Doch im Bankenrettungsfond TARP (Troubled Asset Relief Program) stecken nur noch 100 Mrd. USD "zum Verteilen. .

Die US Börsen reagierten aud diese Hiobsbotschaften mit Kursgewinnen: Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 1,21 Prozent und der S&P 500 gewann sogar 1,74 Prozent.

Wichtiger Baustein der Regierungsstrategie

Die Banken Tests (Stress Tests) sind ein zentraler Teil in der Strategie der Obama-Regierung, mit der der Finanzsektor stabilisiert werden soll. Sie sind ein Indikator für den Zustand der Bankbilanzen für den Fall, dass sich die Wirtschaftslage in den USA weiter verschlimmert.

Unter Aufsicht der Notenbank Fed haben die zuständigen Regulierungsbehörden Berechnungen nach zwei vorgegebenen Szenarien durchgeführt: nach einem Grundszenario, das auf den wirtschaftlichen Annahmen aus dem Februar basiert, darunter ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2 Prozent, und nach einem schlimmeren Szenario, das einen Rückgang des BIP um 3,3 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 10,3 Prozent im kommenden Jahr unterstellt.

Die Tests werden bereits kritisiert

Bereits werden die Untersuchungen kritisiert, denn - um Panik zu vermeiden - werden in den Schlussberichten die Banken mit Samthandschuhen angefasst.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Finanzkrise: Vorerst 5000 Jobs bei Microsoft futsch

Ueber e-Mail kündigt CEO Steve Balmer seinen Mitarbeitern eine weitere Entlassungswelle an. Daneben wird von weiteren Kosteneinsparungen gesprochen.

"As we move forward, we will continue to closely monitor the impact of the economic downturn on the company and if necessary, take further actions on our cost structure including additional job eliminations," he wrote.

Im Januar, nach der ersten Bekanntgabe der ersten Entlassungen, wurde sofort 1.400 Mitarbeiter freigestellt. Die Uebrigen 3.600 sollten innerhalb von 18 Monaten entlassen werden. Wie soeben bekannt wurde, sind die 3.600 Entlassungen schon durchgeführt worden. Jetzt hat es Microsoft plötzlich eilig, grosse Teile der Belegschaft "los zu werden".

Microsoft spricht von einem Sozialplan und davon, dass ein Teil der Entlassenen Mitte 2010 wieder eingestellt würden, denn zu diesem Zeitpunkt sei geplant, 2.000 bis 3.000 neue Stellen zu schaffen. die Aktien gaben 2% auf 19,79 USD nach.

Was geht vor bei Microsoft? Wird Cash geschaffen und die Mitarbeiterzahl schlank gehalten, damit Micorsoft wieder bei Yahoo auf Brautschau gehen kann? Gerüchteweise zeigt Microsoft wieder Interesse an der Suchmaschine. Yahoo gewann 4% auf 14,74 USD.

Mittwoch, 29. April 2009

Finanzkrise - Das Geheimnis des BoA Milliarden Gewinns

Der stolze Quartals Gewinn der Bank of America (BoA) von 4,2 Mrd. USD setzt sich wie folgt zusammen:

- 1,9 Mrd. USD kommen aus dem Verkauf der Anteile an der China Construction Bank und sind damit einmalig und
- 2,2 Mrd. USD kommen aus der neuen Bewertung der Merrill Lynch-Anleihen.
- Die neuen FASB "Casino"-Bewertungs-Regeln haben auch zum "Glanzresultat" mitgeholfen

Unter dem Strich wurde ein Null-Gewinn aus dem Kerngeschäft erwirtschaftet.

Der Konzern stockte seine Vorsorge für Kreditausfälle um 6,4 Mrd. USD auf 13,4 Mrd. USD auf. Gleichzeitg gibt der Konzern zu, dass sich die Kreditqualität in allen Geschäftsfeldern verschlechtert habe (die BoA hat ausstehende Kredite von rund 1 Bio. USD, denen nur Reserven von 2,9% gegenüber stehen). Im Kartengeschäft wurde jetz schon ein Minus von 1,8 Mrd. USD verbucht.

Dienstag, 21. April 2009

Finanzkrise - IMF erwartet weitere 4 Billionen USD Banken Abschreibungen

Das Karussell dreht sich immer schneller

Jetzt gibt auch der der Internationale Währungsfonds (IWF) zu, dass die Finanzindustrie zusätzlich bis zu 4 Billionen (4.000.000.000.000) USD oder 3 Billionen (3.000.000.000.000) Euro zusätzlichen Abschreibungen stehen. Die Banken sind dabei zu 2/3 und die Versicherer und Pensionskassen 1/3 betroffen. Die letzte Schätzung stand bei „bis 2 Billionen (2.000.000.000.000) USD. Wie von Geisterhand – und trotz gigantischer Staatshilfen rund um den Globus – haben die Risiken um in den vergangenen 6 Monaten 100% zugenommen. Doch: Ohne Säuberung der Bankbilanzen von wertlosen Luftpositionen geht von den Banken weiter Risiko für die Wirtschaft aus.

Das Unheil dürfte mit 2,7 Billionen USD aus den USA kommen (im Januar wurden die Verluste auf 2,2 Billionen USD geschätzt. Ramschpapiere und Kreditpositionen aus Europa dürften sich auf 1,2 Billionen USD belaufen.

Statt einer Verbesserung oder mindestens der Konsolidierung der Lage im Finanzmarkt warnt der IMF, dass sich DIE FINANZKRISE VERBREITERT HABE.

Im Gegenzug zu der Auslagerung der Giftpapiere muss die Finanzindustrie mit frischem Kapital ausgestattet werden. Die Alternative: Die Abwärtsspirale des globalen Finanzsystems dreht sich noch schneller.

Mittwoch, 15. April 2009

Finanzkrise: Kreative Bankbilanzen - Katastrophe in Sicht

Dank phantasievollen Bewertungen von Aktiven können US-Banken ihre Verluste in Gewinn umwandeln. Zu zu guter Letzt werden auch die Europäer gedrängt, FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen.

"Erfolg des G-20 Gipfels": Banken dürfen phantasievolle Buchhaltungen ausweisen.

Machte Goldman Sachs vor, wie "es" gemacht werden kann und darf: Völlig überraschend wies die US Grossbank einen Quartalsgewinn (?) von 1,66 Mrd. US-Dollar aus. Die bisherigen Regeln verlangten eine Bewertung der Investments zum gegenwärtigen Marktpreis ("mark-to-market-Regel"). Da es etwa für "giftige" Kreditpapiere in der Krise praktisch keine Käufer mehr gibt und der Preis damit gegen Null geht, mussten Banken und Unternehmen drastische Abschreibungen vornehmen.

Das ist nun vorbei: Die FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen. Die neue Lösung deutet Richtung Casino hin - darf es ein paar Milliarden mehr sein oder weniger?

Die Regeln schreiben vor, dass
  • es eine Höchstgrenze für Impairments bei Kreditpapieren geben soll, wenn dieser Abschreibungsbedarf nicht nur kurzfristig besteht
  • Abschreibungen überhaupt nur vorgenommen werden müssen, wenn der Wertverlust nach Meinung der Unternehmen "nicht nur kurzfristig" ist
  • Wertberichtigungen von Kreditpapieren sehr wohl vorgenommen werden müssen, allerdings verteilt auf ihre Restlaufzeit.

Voraussetzung für die "freundlichere" Bewertung ist aber in jedem Fall, dass die betreffenden Papiere nicht verkauft werden. Sonst wäre ungerechtfertigten Aufwertungen Tür und Tor geöffnet, die nur einen höheren Verkaufspreis zum Ziel hätten.

Der nächste "Sieger" dürfte Citigroup heissen. Die US-Bank könnte über Nacht ihre Verluste aus Immo-Krediten um bis zu 70 Prozent senken, sagte Richard Dietrich, Professor der University of Ohio.

Die Europäer haben sich beim G20 Gipfel verpflichtet, mitzuziehen. Die US-Bilanzierungsregeln "Financial Accounting Standards Board (FASB) (bitte hier drücken)" öffnen Tür und Tor für Casino-Bilanzen.

Wenn "Sie" einem Alkoholiker noch ein paar (gefüllte) Flaschen hinstellen, damit er glücklich bleibt, wird seine Alkoholsucht nicht bekämpft.

Montag, 13. April 2009

Finanzkrise Ostern 2009: 22. US Bankenpleite, US Post auch am Ende?

Ostern 2009: 22. Bankenpleite in den USA in 2009

In den USA setzt sich die Serie der Bankenzusammenbrüche im Zuge der Finanzkrise auch 2009 fort. Noch nie sind in den USA so viele Banken in so kurzer Zeit geschlossen worden. Als 22. Institut in diesem Jahr wurde die Cape Fear Bank aus Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag von der staatlichen Einlagensicherung FDIC geschlossen.

Amerikanischer Post droht das Aus

Postminister John Potter sagte einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, ohne zusätzliche Finanzspritze werde die Post bis Ende des Jahres nicht mehr alle ihre Verpflichtungen erfüllen können. Die Frage laute: Welche Rechnungen werden bezahlt und welche nicht?

Potter sagte, die Auszahlung der Löhne und Gehälter solle gesichert werden. Andere Zahlungen müssten aber aufgeschoben werden. Zu den geplanten Sparmaßnahmen gehöre, Briefe und Pakete nur noch fünf Tage die Woche zuzustellen. Der Post drohten „Verluste von historischen Ausmassen".

Die US Post erlitt in 2008 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) Verlust und muss in diesem Jahr wegen der Rezession mit noch grösseren Einnahmeausfällen rechnen.

Finanzkrise: Steht die Fed vor der Pleite?

Ironie des Schicksals: Gerade die Schweizer, welche beim G20-Gipfel von den Amerikanern nicht eingeladen worden sind und unter Dauerbeschuss der US Regierung sind, "spenden" der einst stolzen US-Notenbank, der FED und retten sie vor Illiquidität. Die Amerikaner können mit bis 40 Mrd. CHF an Hilfe rechnen. Die SNB (Schweizerische) gab ihr Einverständnis zu einer neuen, "zeitlich begrenzten Devisen-Swap-Vereinbarung mit der FED".

Auch von der stark gebeutelte Bank von England (BoE) erhält die US-Notenbank einen Rahmen von bis zu 30 Milliarden Pfund, und aus Japan durch die Bank of Japan (BoJ) bis zu 10 Billionen Yen.

Die Zusammenarbeit der Notenbanken bei der Versorgung mit Liquidität in jeweils fremder Währung begann mit Swapabkommen zwischen Fed, EZB und SNB im Dezember 2007. Die Fed schloss dann während der heftigen Marktturbulenzen nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September weitere Arrangements mit den Notenbanken Kanadas, Japans und Großbritanniens. Außerdem bestehen mehrere Swap-Linien zwischen Fed und EZB und kleineren Zentralbanken in aller Welt, im Falle der EZB vor allem in Osteuropa. Wie bereits bei früheren Devisenabkommen ging die Initiative auch dieses Mal von der US-Notenbank aus.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage, wie die US-Regierung und mit ihr die FED die gigantischen Wirtschaftsförderungs-Programme von 2 Billionen USD abwickeln und wer die neu emittierenden US-Staatsanleihen kaufen wird, welche den Markt in Kürze überschwemmen werden. Die Chinesen protestieren bereits lautstark und und sehen ihre 800 Mrd. USD amerikanischer Staatsanleihen in Luft auflösen.

Samstag, 11. April 2009

Finanzkrise: Radikalkur der US-Börsen durch Obama

Der neue US-Präsident Obama erhöht die US-Börsensteuern um 359%

Klangheimlich wurde die Börsensteuer für gedeckte Transaktionen von 5,60 USD seit dem 7. April 2009 auf 25,70 USD pro Million USD erhöht. Die ersten angekündigten und bereits in Kraft gesetzten Steuererhöhungen. Den genauen Text erhalten Sie hier (bitte klicken) und hier die Details (bitte klicken). Eine solche Massnahme zur Eindämmung des Berufshandels ist im globalen Handel kontraproduktiv. Der US-Handel wird ins Ausland abwandern und in den USA Jobs kosten. Und ein Grossteil der 2 Bio. USD Staatshilfe wird unnütz verbraten.

Obama steht bereits vor der ersten und entscheidenden Bewährungsprobe

Das Misstrauen vieler US Politiker gegenüber ihrer Notenbank wächst. Mehr und mehr Senatoren fordern grössere Transparenz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kreditvergangen der US-Notenbank. Der Öffentlichkeit wurde einzig mitgeteilt, dass die Hilfen in die Billionen gehen. In der Zwischenzeit geraten die "Rettungsmassnahmen" immer mehr ausser Kontrolle. Aus den 700 Mrd. USD sind bereits 2 Bio. USD "verschenkt worden". Doch wieviel an wen? Die Fed schweigt. Ein Eigengoal.

Die Fed verscheucht allfällige Investoren für die Ramschpapiere

Bereits im November hat Bloomberg das Fed auf Herausgabe von Informationen der verschenkten Billionen verklagt und sich auf den Freedom of Information Act (bitte hier klicken). Doch nichts ist passiert. Obwohl Anfang April 59 Senatoren und damit die grosse Mehrheit der Kammer dem Zusatzantrag zum Haushalt 2010 zugestimmt hatten. Womit die Fed verpflichtet wurde die Namen der Banken bekannt zu machen, welche Liqudidätkredite beanspruchten. Im Klartext, die Banken, die immer noch unter Liquiditätproblemen leiden. sollten geoutet werden. Der Zusatzantrag bedeutet nichts anderes, als den offensichtlichen Vertrauensverlust der Regierung in seinen Präsidenten und die eigene Notenbank. Wieso dieses Geheimniskrämerei? Steht es um die US-Banken noch viel schlimmer als befürchtet?

Noch kann die USD-Notenbank unabhängig von der Politik agieren. Wann wird sie von der Politik in Ketten gelegt?

Die Fed ist von der Politik zwar unabhängig, ihre Eigenständigkeit wird allerdings nur durch ein einfaches Gesetz, das Federal Reserve Act, garantiert. Dieses Gesetz kann jederzeit vom Parlament geändert und der Politik untergeordet werden.

Dienstag, 7. April 2009

Investoren sind weniger risikoavers - Gold schwächer

Nach schwächeren Tagen konnte der Juni-Kontrakt Gold aufgrund der leicht negativen Korrelation zu den wichtigsten Aktienmärkten USD 10,50 auf 883,30 wieder leicht an Terrain gewinnen. Am Freitag wies es noch ein 2 1/2 Monatstief auf, denn die Risikoaversion der Anleger nimmt weiter ab. Doch aufgepasst: In der kommenden Inflationphase, gilt es Sachwerte anzubinden, seien es Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle.

Wie geht es weiter: Die amerikanische amerikanische Notenbank setzte ihre Offenmarktpolitik am Dienstag unvermindert weiter, indem sie wiederum Staatsanleihen aufkaufte, welche die Regierung am emittierte, um die gigantischen Wirtschaftpakete zu finanzieren. Zum ersten mal seit 1993 gab sie 7-jährige Anleihen heraus. Die Regierung glaubt also an eine lange Durststrecke. Doch wer hat ausser dem Fed, den Mut die "AAA(?)" Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Chinesen die Nase voll haben?

Während die Politiker die Lage schönreden, haben die meisten Anleger die Lage erkannt und stürzen sich auf das Gold. Ich empfehle Ihnen folgenden interessanten Artikel (bitte hier klicken). Haben Sie schon mal einen Goldhaufen von 1,4 Mrd. CHF (935 Mio. Euro) gesehen?

Was sagte Alan Greenspan...

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde."

...und Ben Barnanke?

"Im Zweifel kann die Fed die Dollarpresse beliebig rotieren lassen und notfalls Geld mit dem Helikopter abwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln."


Quelle: Tagesanzeiger

Mittwoch, 25. März 2009

Finanzkrise: Opel - Lösung in Sicht. Muss Fiat Chryslers Schulden übernehmen?

Nachdem sich eine Lösung mit Opel anbahnt, ist die europäische Autoindustrie noch nicht aus dem Schneider. Nun wird es Fiat erwischen. Denn im Vorfeld zwischen der geplanten Partnerschaft zwischen italiens Autobauer Fiat und dem US-Konzern Chrysler kommt es bereits zu Unstimmigkeiten.

Chrysler möchte, dass Fiat 35% seiner Schulden übernimmt. Fiat weist das Ansinnen zurück. Und Chrysler spricht bereits von einem "Missverständnis". Die Quittung: Die Fiat Aktien verloren 4%.

Der US Autobacher Chrysler hatte bereits 4 Mrd. USD von der Regierung erhalten und hat um weitere Nothilfe von 5 Mrd. USD gebeten. Fiat möchte 35% von Chrysler übernehmen und möchte im Gegenzug mit Technologie bezahlen, die für Chrysler lebensnotwendig ist.

Am Beispiel von Chrysler, welche im Vergleich zu den beiden grossen Amerikanischen Autoproduzenten General Motors und Ford relativ gut dahsteht, zeigt sich, die kritische Lage der US-Autoproduzenten.

In der Zwischenzeit verwirklicht Silvio Berlusconi seinen Kindertraum, spielt stolzer Lokomotivführer und weiht die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bologna und Florenz ein.

Foto: derstandard.at

Mittwoch, 18. März 2009

US Kleinstädte sagen dem Dollar ade

Wie weit das Vertrauen in den Dollar gefallen ist, zeigt das Beispiel amerikanischer Kleinstädte: Sie geben eigene Währungen heraus. Und das tragi-komische: Der (amerikanische) Staat verdient mit (bitte hier klicken).
 
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