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Donnerstag, 27. August 2009

Die Börsenrallye verpufft - steigen Sie aus


Mehr und mehr Anzeichen sprechen für substanzielle Börsen-Korrekturen



  • Die bisherigen Wachstumszahlen sind äusserst bescheiden und basieren auf tiefem Niveau

  • Wirtschaftsförderungsprogramme, meist zur Erneuerung der Infrastruktur, verpuffen und laufen aus, während der Privatkonsum auf der Stelle tritt

  • Während die Notenbanken den Banken Gelder „Gratis-Geld“ nachgeworfen haben, konnten diese Ihre Handelsgeschäfte tätigen, während den KMUs (Klein- und mittelgrosse Betriebe) der Hahn abgedreht wurde

  • Die Banken – und nur die – profitieren von der Nullprozent-Politik der Notenbanken. Diese paradiesischen Zustände dürften jedoch vorbei sein. Was, wenn die Zinsen steigen?

  • Gigantische Wirtschaftsförderungsprogramme wurden durch Pump finanziert, während die Steuereinnahmen der Staaten einbrechen. Die Zinserhöhungen werden zu Schocks führen. Höhere Zinsen sind Gift für die Börsen

  • Die Immobilienkrise in den USA ist – allen Unkenrufen zum Trotz – alles Andere als überstanden. Die „gesicherten“ Schrottpapiere bleiben Schrott und dürften ihre „echte Nullbewertung“ noch vor sich haben

  • Mit Ausnahme der Handelsbanken, die dank besseren Börsen und der Auslagerung der Schrottpapiere durch Handelsgewinne Quartals-Gewinne ausweisen konnten, leiden die meisten Unternehmen an der Flaute. Ist dies die Basis für eine substantielle Börsenerholung?

  • Der Optimismus an den Börsen betrifft nur die opportunistischen Profis. Die Börsenumsätze sind bescheiden und nicht durch Vertrauen abgestützt. Im Klartext: Es werden immer die gleichen Papiere hin und hergeschoben

  • Tieferen Unternehmensgewinnen stehen höheren Börsenkursen gegenüber. Besonders Industrie- und Exportwerte dürften überproportional korrigieren

  • Nach dem weltweit starken Anstieg der Börsen seit den Crashs werden die Profis im Hinblick auf die jährlichen Zitterpartien im September/Oktober die Gewinne realisieren

  • Technisch sind die Börsen, das Gold, das Öl…überkauft. Sie dürften in Bälde korrigieren



    Radmil Consulting GmbH


Dienstag, 4. August 2009

Das Öl wird knapp, Oel ist gesucht



Bereits im asiatischen Handel ist der Oelpreis am Montag gestiegen. Ein Fass (159 Liter) der US- Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September stieg auf 70.09/Fass USD. Das sind 64 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kletterte um 50 Cent auf 72.20 Dollar. Im Laufe des Montags stabilisierte sich der Preis über 70 USD/Fass.

Positive Daten aus China, die jüngsten Kursgewinne an den Aktienmärkten und die Hoffnung auf eine Beschleunigung der Konjunkturerholung setzten den Lift in Bewegung.


Dies, die vorgeschobenen Gründe. Die echten Gründe spricht der der Cheföknom der Internationalen Energieagtur (IAE), Fatih Birol. Nichts Neues zwar,...

Dr. Birol liess verlauten, dass diejenigen Länder, die grosse Erdölvorräte aufweisen - die meisten im Nahen Osten - ihren Einfluss erheblich vergrössern werden. Birol geht davon aus, dass die grosse Erdölkrise nach 2010 stattfinden werde.

Er warnte davon, dass alle Industrien der Welt und die Wirtschaft auf Erdöl aufgebaut sind. Und dass ein Systemwechsel auf andere (Energie-) Systeme viel Zeit und Geld kosten.

Die Macht der wenigen Erdölproduzenten-Länder wird erheblich zunehmen. Obwohl diese bereits 40% am Welterdölmarkt beherrschen, wird dieser Anteil in Kürze noch rasant ansteigen.


Die grosse Gefahr ist die Gefahr des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, denn das Angebot werde nach 2010 ausser Kontrolle geraten, wenn die Nachfrage ansteige und sie wegen fehlender Investitionen in Förderanlagen fallenden Fördermengen gegenüberstehen.

Sonntag, 2. August 2009

Platzt die Bombe? Weitere 10,1 Mrd. CHF für die UBS?


Sonntagonline.ch berichtet, dass der Stress-Test aufzeigt, dass die UBS mindestens weitere 10,1 Mrd CHF, möglicherweise gar 20,7 Mrd. CHF benötigt.

Gemäss sonntagonline.ch benötigt die UBS weitere 10,1 Mrd. CHF. Diese Zahl hätten Top-Ökonomen in einem "Stress-Test" errechnet, welcher der Zeitung "Sonntag" vorliege. Die UBS wird gemäss "Sonntag"-Informationen am Dienstag einen Quartalsverlust von rund 1,6 Mrd. CHF vermelden. Jetzt wird bekannt: Die Eigenmittel der UBS reichen nicht aus. Zu diesem Schluss kommt das europaweit führende bankenunabhängige Finanzanalyse-Institut Alpha Value in Paris, das 31 europäische Banken einem so genannten "Stress-Test" unterzogen hat, wie ihn zurzeit auch die europäische Zentralbank (EZB) durchführt. In diesem Test, dessen Ergebnisse dem «Sonntag» vorliegen, schneidet die UBS zusammen mit der belgisch-französischen Bank Dexia am schlechtesten ab und landet in der Kategorie "gefährdet".

Gemäss der Studie braucht die UBS 10,1 Mrd. CHF zusätzliche Eigenmittel, falls sich die Wirtschaftslage nicht weiter verschlechtert. In einem Stress-Szenario (Verschlechterung der Konjunktur) beläuft sich der Kapitalbedarf sogar auf 20,7 Mrd. CHF. In diesen Beträgen ist ein allfälliger, geschätzter Vergleich mit den US-Behörden im Steuerstreit mit den USA von 5 Mrd. CHF (so die Schätzungen des Bankenprofessors Banken-Professor Janssen) noch nicht enthalten.

Das UBS-Geschäftsergebnis für das zweite Quartal 2009 wird am 4. August 2009 in einer Web- und Telefonkonferenz präsentiert. An Überraschungen wird es nicht fehlen.

Hintergrund Informationen Schweizer Unternehmen bei Radmil consulting GmbH Pressebüro

USA - UBS - Schweizer Steuergeheimnis - Viele Unbekannte

UBS - USA - Schweizer Bankgeheimnis. Drei Bundesräte - drei verschiedene Presse Kommentare. Was stimmt?

31.07.2009: Bundesrätin Calmy-Rey (Aussenministerin)... ...ist "sehr zufrieden", dass sich die Grossbank UBS und die US-Behörden im Grundsatz auf einen Vergleich im Steuerstreit geeinigt haben. Und das Schweizerische Aussenministerium doppelt nach: Die Aussicht auf einen Konflikt zwischen den Gesetzen der USA und jenen der Schweiz hat die sehr starken bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern in gewisser Weise belasten können, sagte der Sprecher des US-Aussenministeriums, P.J. Crowley, in Washington. Der Vergleich beseitige ein Problem, "das unsere Beziehungen hätte komplizieren können," sagte er und bekräftigte, die beiden Aussenministerinnen Hillary Clinton und Micheline Calmy-Rey seien erleichtert über die Einigung.

31.07.2009: Bundesrat Merz (Finanzminister) bestätigt, "das Bankgeheimnis ist nicht verhandelbar...die Verhandlungen sind abgeschlossen

01.08.2009 Bundesrätin Widmer Schlumpf (Justizministerin) "ist optimistich", dass es im Steuerstreit zwischen der Grossbank UBS und den US-Steuerbehörden zu einer Einigung kommt. Doch Bedenken seien nicht unbegründet.

Doch die "Sonntagszeitung" spricht eine andere Sprache. Recherchen der Zeitung kommen zu einem ganz anderen Ergebnis der Gespräche mit den USA

Der Zeitung zufolge muss die UBS keine Busse für ihr Fehlverhalten zahlen. Der Vergleich sieht weiter vor, dass die Schweiz bis zu 5000 Namen von amerikanischen Steuersündern liefern muss. Dabei handelt es sich um Kunden, die Kapitalerträge hinter Offshore-Strukturen verstecken. Die Auslieferung soll über ein Amtshilfeverfahren erfolgen. Dabei sollen die Details durch (die UBS? und) die Schweizer Regierung bis nächsten Freitag geregelt sein und Richter Alan Gold präsentiert werden.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Yahoo und Microsoft – die Power Force der Zukunft


Microsoft hat die finanziellen Mittel, die langfristig angelegten strategischen Deals zu verwirklichen.

Mit Hilfe von Yahoos Technik kann Microsoft seine neue Suchmaschine Bing so weit zu verbessern, dass sie eine echte Alternative wird. Immerhin hatte Microsoft mit Bing nach jahrelanger spektakulärer Erfolglosigkeit im Internetgeschäft erstmals einen Achtungserfolg erzielt.

In Zukunft wird Yahoo anderseits die Technologie von Microsofts Bing Suchmaschine nutzen. Yahoo wird zudem den Verkauf von Premium-Suchanzeigen für beide Unternehmen organisieren. Darüber hinaus behalten die Unternehmen jedoch jeweils ihr eigenes Anzeigen- und Verkaufsgeschäft. Microsoft und Yahoo hatten bereits seit Monaten über eine Zusammenarbeit verhandelt. Vorerst müssen die Beiden die die Prüfung der US-Kartellbehörden abwarten und hoffen, dass die Transaktion Anfang 2010 abgeschlossen werden kann.

Bing kann auf einen Schlag seine Reichweite verdreichfachen

In Zukunft landen alle Yahoo Suchen bei Bing. Mehr Suchen bedeuten mehr Wissen über die Nutzer, und das lässt sich in viel Geld, Werbegeld ummünzen. Das Risiko für Microsoft ist minim, denn Microsoft zahlt an Yahoo nur einen Umsatzanteil, und es erspart sich - anders als bei einer Komplettübernahme - die schwierige Integration der beiden unterschiedlichen Firmenkulturen.

Microsofts Suchmaschine Bing wird eine wichtige Alternative zu Google. Ein gefährlicher Konkurrent des Marktführers

Das Gespann Yahoo-Microsoft wird nicht nur das Fast-Monopol der Suchmaschine Google brechen. Nein viel wichtiger, einen grossen Kuchen des gigantischen Werbekuchens im Internet Geschäft.

Doch wieso sind die Yahoo Papiere eingebrochen?

Yahoo braucht dringend Cash. Doch Microsoft lässt den Partner vorerst auf dem Trockenen. Wie Microsoft mitteilte, soll Yahoo am Umsatz des Suchmaschinengeschäfts beteiligt werden. Die Partnerschaft wird Yahoo zufolge einen jährlichen Beitrag zum operativen Gewinn von schätzungsweise 500 Millionen Dollar einbringen. Bei den Investitionskosten würden etwa 200 Millionen Dollar eingespart. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Yahoos soll um rund 275 Millionen Dollar pro Jahr steigen.

In 2008 scheiterte Microsofts Versuch, Yahoo für 47,5 Mrd. USD zu übernehmen.

Ein Anlauf von Yahoo für eine Zusammenarbeit mit Google wurde wegen wettbewerbsrechtlicher Probleme gestoppt. Die Aktionäre von Microsoft und Yahoo hatten die Unternehmen indes bereits seit längerer Zeit zur Zusammenarbeit gedrängt. Vor allem Yahoo-Aktionär Carl Icahn, der rund fünf Prozent an Yahoo hält und im Direktorium des Internetunternehmens sitzt, hatte immer wieder auf eine Partnerschaft im Suchmaschinenbereich und gegen einen Zusammenschluß zwischen Yahoo und Microsoft gedrungen.

Yahoo (YHOO) und Microsoft (MSFT) als vorerst schwächliche Allianz wird ab 2010 rasant an Fahrt gewinnen. Die No. 2 (Yahoo) mit 19,6% Marktanteile im amerikanischen Suchmaschinen–Markt und die No. 3, Microsoft mit 8,4% stehen dem Giganten Google (GOOG) noch mit 65% gegenüber.

Montag, 27. Juli 2009

SEC verbietet Short Verkäufe - Tote Hunde in Sicht?

SEC begründet die Entscheidung mit der schrecklichen Lage am Immobilienmarkt...

...der mit der Lage am Aktienmarkt zusammenhange (offizieller Beschluss des SEC).

Das SEC verweist auf die Panik und die Ungewissheit an den Finanzmärkten: "Wenn die Leute in Panik reagieren, werden die Fundamentaldaten ausser Acht gelassen..." Und dies würden sich die Short-Sellers zu Nutze machen und Aktien verkaufen. Was zu weiteren Kursrückgängen führt.

Um dieser misslichen Lage ein Ende zu setzen, beschloss das SEC, die Leerverkäufe von 799 Gesellschaften einzufrieren. Sobald sich die Situation verbessere...

Die Notbremse, die das Fed gezogen hat, deutet auf verborgende Hunde hin und ist alles Andere als beruhigend. Die Massnahme dürfte kurzfristig von Erfolg gekrönt sein. Dann aber zählen wieder die Fundamentaldaten, die Aussichten...Kurz: Aussichten der Wirtschaft und Unternehmungen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Roche im Auf - Schweinegrippe sei Dank


Die Schweinegrippe wird Roche einen Umsatz von 2 Mrd. CHF generieren, so der Roche Chef Severin Schwan. Für 2010 erwartet der Pharma Multi eine Verdreifachung des Ausstosses. Bereits in den ersten 6 Monaten stieg dieser von rund 300 Mio. CHF auf 1 Mrd. CHF an.

Ab 2010 wird mit dem Verkauf von 400 Millionen Packungen gerechnet. Roche Aktien und Genussscheine sind im Steilflug

Roche erhöht die Kapazitäten Zug um Zug, denn diese beträgt zur Zeit "nur" 110 Mio. Packungen.

Wegen den gewährten Rabatten "kann der Konzern die Herstellungskosten decken" (so der Roche Chef). Wie edelmütig.

Doch: Die Resistenzen bei Tamiflu lassen nach

In der Diagnostik-Sparte sind Nachweistests für den Erreger H1N1 vermehrt gefragt. Allerdings ist dieser Posten gemessen an den Konzernumsätze laut Schwan "sehr klein".

Die Konkurrenz schläft nicht

Die WHO sorgt sich um die Gesundheit der Ärmsten dieser Welt. Andere Produzenten von Medikamenten wie die französische Sanofi-Aventis und und die englische GlaxoSmithKline schaffen sich Goodwill mit versprochenen Spenden von 150 Mio. Dosen. Wobei auch Novartis, Baxter, AstraZeneca und Solvay ebenfalls im Geschäft sind.

Samstag, 25. Juli 2009

Neueste Interviews mit Kapitänen Schweizerischer Top Gesellschaften

Wie geht es weiter mit Schweizer Gesellschaften, der Schweizer Wirtschaft?

Andreas Pohl, GL Vorsitzender Lidl Schweiz GmbH

Phiilippe Gaydoul, CEO Denner und VRP Gaydoul Group

Gert Lang, CEO Worldsoft AG

Hartmut Reuter, CEO Rieter Holding AG

Martin Rohner, Geschäftsleiter Max Havelaar Stiftung

Herrn Peter Rothwell, CEO Kuoni Reisen Holding AG

Herrn Thomas Limberger, CEO Von Roll Gruppe

Mirjana Blume, CEO Edisun Power Europe AG

Dr. Anja Hochberg, Leiterin internationale Volkswirtschaft, CS

Dieter Marmet, Partner von Wüest & Partner

Meine persönlichen Interviews mit diesen Wirtschaftsvertretern. Sie zeigen auf, wie es mit der Wirtschaft weiter geht.

Freitag, 12. Juni 2009

Rieter bleibt vorsichtig - CEO sieht Chancen nach der Krise

"Nur weil nach mehr als 20 Jahren erfolgreicher Umsetzung der Dualstrategie erstmals beide Divisionen mit Problemen zu kämpfen haben, muss man nicht gleich alles über den Haufen werfen. Die regelmässige Überprüfung der Strategie gehört zu den Aufgaben jedes Verwaltungsrates; momentan haben wir jedoch mit dem Restrukturierungsprogramm ohnehin andere Prioritäten." (mein Interview mit dem Hartmut Reuter, dem CEO von Rieter Holding AG, veröffentlicht bei moneycab.com - bitte hier klicken)

Montag, 8. Juni 2009

Der Schweizerische SMI - kurz-und mittelfristig positiv

Chart: Credit Suisse

Der Schweizerische Aktienmarkt schloss am Freitag mit -23,31 Punkten um -0,43% leichter (bei 5.398,90 Punkten), also knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 5.400 Punkten. In den vergangenen Tagen hat sich der SMI dem oberen Teil des Trend Channels (bei 5.580/5.610) angenähert. Weitere Kursziele sind 5.800/2.820 und 6.020/6.040.

Die träge Kurserholung zeigt auf, wie stark die Börse nachrichtenabhängig reagiert. Grundsätzlich dürfte der Markt tendenziell leicht höher tendieren, denn der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt. Die gegenwärtige Kurserholung zeigt sich als Gegenbewegung des immer noch langfristig negativen Umfeldes.

Der Ausblick des Schweizerischen SMI scheint sich bei rund 5.400 Punkten einzuklinken. Obwohl die kurz-, als auch die mittelfristigen Aussichten immer noch positiv sind. Während der Chart, der die Anzahl der steigenden zu den fallenden Kurse (advance/decline) anzeigt, immer mehr konsolidiert und auf 1.2 zurück fiel. Noch Mitte April zeigt dieser Wert 2,1 (2.1 Bullen standen einem Bären gegenüber).

Sowohl der kurz-, als auch der mittelfristige Trend des SMI bleiben bis voraussichtlich Mitte/Ende Juni positiv

82% aller SMI Aktien notieren über ihrer 55-Tage und 74% über ihrer 34-Tage Durchschnittslinie. Auch das mittelfristige Bild mit 22% über und 67% in der steigenden Momentum Phase bestätigen auch das positive Bild dieses Zeitraumes.

Das langfristige Bild hängt jedoch von den langfristigen wirtschaftlichen Aussichten ab, die zur Zeit sehr düster sind.

Samstag, 16. Mai 2009

Finanzkrise: GM Anleihen behalten!

Wer bekommst was?

Ob es zur Insolvenz kommt, hängt nach Einschätzung von General Motors (GM) vor allem vom Ergebnis eines Swap-Angebots ab, das den Inhabern von Firmenanleihen gemacht wurde. Am 26. Mai läuft das Angebot ab, das vorsieht, Anleihen von jeweils 1.000 USD gegen 225 Aktien zu tausen. Mit diesem Federstrick könnte GM Schuldverschreibungen im Wert von 27 Mrd. USD in neues Kapital umtauschen und somit 10% am Konzern erwerben. Vertreter von Anleihens Eignern wollen jedoch einen Kapital Anteil von 58%.

Bis heute hat GM Überlebens-Staatshilfe von 15,4 Mrd USD Milliarden Dollar erhalten. Um weitere Hilfe zu erhalten, hat die US-Regierung dem Autokonzern bis 1. Juni 2009 Zeit gegeben, um einen umfassenden Sanierungsplan auszuarbeiten.

Die amerikanische Autogewerkschaft "United Auto Workers Union" (UAW) will 40% an der restrukturierten Gesellschaft, welches die Hälfte ihrer 20 Mrd. USD Investitionen abdecken würde. Und die US Regierung schliesslich würde rund 10 Mrd. USD seiner Nothilfe (von insgesamt 15,4 Mrd. USD) in Aktien umwandeln.

Kleinanleger protestieren

Kleinanleger sind nicht einverstanden, dass die UAW und die Regierung beim Überleben von GM bevorzugt behandelt werden. Sie argumentieren, dass die Anleihens Investoren insgesamt dass Doppelte der Regierung investiert haben und im Gegenzug nur 1/5 der Regierungs Guthaben erhalten soll.

Der Druck der Kleinanleger dürfte anhalten und für ein besseres Angebot sorgen.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Finanzkrise: Krise sorgt für volle Auftragsbücher

Hersteller von Banknotenpappier wie die Papierfabrik Landquart melden übervolle Auftragsbücher

Die Papierfabirk Landquart (Schweiz) prüft die Kapazitätserweiterung um das Dreifache. Das Geschäft läuft ausgezeichnet. Denn das Unternehmen beliefert exklusiv Banknotenpapier an die Schweizerische Nationalbank (SNB) aber auch die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken.

Grosse Beachtung wird die Intergraf (http://www.intergraf.eu/), die 23. Internationale Messe für Sicherheitspapier finden, die heute Mittwoch öffnet die Intergraf. Dank der quantitiativen Lockerung der Geldpolitik der Notenbanken weltweit, laufen die Geschäft wie geschmiert.

Neben der Notenflut wurde in den vergangenen Tagen bekannt, dass die Banken eine grosse Nachfrage nach grossen Noten verzeichnen. Denn diese eignen sich ideal als Wertspeicher um die Noten im Safe zu deponieren. Denn das Vertrauen in die Banken lässt weiter nach. Daneben erneuern die Zentralbanken aus Sicherheitsgründen die Noten-Designs und verkürzen die Umlaufzeiten. Alles Gründe für die steigende Nachfrage nach Papiergeld. – Weitere Zeichen, dass die Hyperinflation auf uns zukommt.

Hinter der Papierfabrik Landquart steht die Mutter „Fortress Paper“, die im Mai 2008 die Papierfabrik Landquart übernommen hat.

In Dresden besitzt Fortress eine zweite Tochtergesellschaft, die im Tapetenmarkt tätig ist und 79 Prozent zum operativen Ergebnis (Ebitda) des kotierten Unternehmens beiträgt.

Copyright: Radovan Milanovic

Freitag, 8. Mai 2009

Finanzkrise: Wie geht es weiter mit Kuoni?

Quelle: Kuoni

Das Tourismusunternehmen Kuoni trotzt der Finanzkrise. Das Interview ist bei moneycab.com veröffentlicht worden. Über diesen Link kommen sie zum Interview (bitte hier klicken).

Mittwoch, 6. Mai 2009

Finanzkrise: Vorerst 5000 Jobs bei Microsoft futsch

Ueber e-Mail kündigt CEO Steve Balmer seinen Mitarbeitern eine weitere Entlassungswelle an. Daneben wird von weiteren Kosteneinsparungen gesprochen.

"As we move forward, we will continue to closely monitor the impact of the economic downturn on the company and if necessary, take further actions on our cost structure including additional job eliminations," he wrote.

Im Januar, nach der ersten Bekanntgabe der ersten Entlassungen, wurde sofort 1.400 Mitarbeiter freigestellt. Die Uebrigen 3.600 sollten innerhalb von 18 Monaten entlassen werden. Wie soeben bekannt wurde, sind die 3.600 Entlassungen schon durchgeführt worden. Jetzt hat es Microsoft plötzlich eilig, grosse Teile der Belegschaft "los zu werden".

Microsoft spricht von einem Sozialplan und davon, dass ein Teil der Entlassenen Mitte 2010 wieder eingestellt würden, denn zu diesem Zeitpunkt sei geplant, 2.000 bis 3.000 neue Stellen zu schaffen. die Aktien gaben 2% auf 19,79 USD nach.

Was geht vor bei Microsoft? Wird Cash geschaffen und die Mitarbeiterzahl schlank gehalten, damit Micorsoft wieder bei Yahoo auf Brautschau gehen kann? Gerüchteweise zeigt Microsoft wieder Interesse an der Suchmaschine. Yahoo gewann 4% auf 14,74 USD.

Sonntag, 3. Mai 2009

Finanzkrise: Invest 2009 in Stuttgart, grosses Interesse

Rund 15.000 Besucher besuchten vom 24. bis 26. April 2009 in Stuttgart die Invest, Deutschlands wichtigste Messe für institutionelle und private Anleger. Die Anleger bestätigten damit die Veranstaltung eindrucksvoll als wichtigen um das Thema Finanzen. Mit diesem starken Ergebnis, sind die Messe Stuttgart und die Börse Stuttgart, Mitveranstalter der Invest, sehr zufrieden, obwohl der Rekord vom letzten Jahr (2008:17.243 Besucher) nicht ganz erreicht wurde. „Dass die Invest trotz des schwierigen Börsenumfeldes so viele Besucher hatte, unterstreicht ihre Rolle als führende Finanzmesse in Deutschland“, sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Aussteller und Besucher haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen und bewiesen, dass Informationen gerade in volatilen Märkten und schwierigen Zeiten besonders wichtig sind.“ In einer Umfrage erklärten 97% der Besucher, dass sie die Invest weiter empfehlen und wieder kommen werden.

Ich danke Ihnen für Ihr grosses Interesse und Ihre zahlreichen Anregungen an der Messe. Ihre Reaktionen haben mir auch gezeigt, dass wir mit dem Kapitalschutz Investor auf dem richtigen Weg sind, indem wir - jeder für sich - in Anbetracht der lauernden Gefahren am Finanz- und Kapitalmarkt auf soliden Anlagen bauen. Denn vor uns liegt die Bankenkrise II, die ihre Ursachen in den kreativen Bankbilanzen (Überbewertung von Aktiven), Kreditkartenausstände, mangelnde Eigenkapitalbasis und beschränkte Wachstumsaussichten haben werden.

Einige Leser sind mit dem Wunsch an mich herangetreten, die Präsentationen zu erhalten. Über diesen Link (bitte anklicken) kommen Sie zu den drei Präsentationen: "Invest 2009 -Schweiz, Ausblick", "Invest2009-Anlagestrategie nach der Krise" und "Invest2009-Kapitalschutz", die Sie herunterladen können.

Freitag, 24. April 2009

Dank Finanzkrise: Credit Suisse grösste Schweizer Bank

CS Marktkapitalisierung ist 26 Prozent höher als die der UBS

Am 23.04.2009 "kostetet die CS" (1,185 Mrd. Aktien) bei einem Aktienkurs von 43,20 CHF 51,176 Mrd. CHF.

Die Aktien der UBS dösen immer noch im Kriechgang vor sich hin: Die 2,933 Mrd. UBS Aktien (Schlusskurs pro Aktie 13,81 CHF) brachten die UBS auf eine Kapitalisierung von "nur noch 40,499 Mrd. CHF".

Wegen des unerwartet hohen Quartalsgewinns der Credit Suisse von 2 Mrd. CHF Gewinn gewannen die Aktien 8,8 Prozent höher (UBS Aktien +4,1%) um 4,1 Prozent ab.

Die US Research- und Consulting Firma Celent in Bosten zeigt grosse Euphorie und spricht von einem guten Indikator, dass der Schweizer Bankensektor auf bessere Tage zusteuere. Kein Wort über die Bewertungen der "schwarzen Löcher" in den Bankbilanzen, den Engagements bei US-Kreditkartenrisiken, den fragwürdigen Rückzahlungen der Osteuropa Krediten, den Liquiditätsfallen...

Mittwoch, 15. April 2009

Finanzkrise: Kreative Bankbilanzen - Katastrophe in Sicht

Dank phantasievollen Bewertungen von Aktiven können US-Banken ihre Verluste in Gewinn umwandeln. Zu zu guter Letzt werden auch die Europäer gedrängt, FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen.

"Erfolg des G-20 Gipfels": Banken dürfen phantasievolle Buchhaltungen ausweisen.

Machte Goldman Sachs vor, wie "es" gemacht werden kann und darf: Völlig überraschend wies die US Grossbank einen Quartalsgewinn (?) von 1,66 Mrd. US-Dollar aus. Die bisherigen Regeln verlangten eine Bewertung der Investments zum gegenwärtigen Marktpreis ("mark-to-market-Regel"). Da es etwa für "giftige" Kreditpapiere in der Krise praktisch keine Käufer mehr gibt und der Preis damit gegen Null geht, mussten Banken und Unternehmen drastische Abschreibungen vornehmen.

Das ist nun vorbei: Die FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen. Die neue Lösung deutet Richtung Casino hin - darf es ein paar Milliarden mehr sein oder weniger?

Die Regeln schreiben vor, dass
  • es eine Höchstgrenze für Impairments bei Kreditpapieren geben soll, wenn dieser Abschreibungsbedarf nicht nur kurzfristig besteht
  • Abschreibungen überhaupt nur vorgenommen werden müssen, wenn der Wertverlust nach Meinung der Unternehmen "nicht nur kurzfristig" ist
  • Wertberichtigungen von Kreditpapieren sehr wohl vorgenommen werden müssen, allerdings verteilt auf ihre Restlaufzeit.

Voraussetzung für die "freundlichere" Bewertung ist aber in jedem Fall, dass die betreffenden Papiere nicht verkauft werden. Sonst wäre ungerechtfertigten Aufwertungen Tür und Tor geöffnet, die nur einen höheren Verkaufspreis zum Ziel hätten.

Der nächste "Sieger" dürfte Citigroup heissen. Die US-Bank könnte über Nacht ihre Verluste aus Immo-Krediten um bis zu 70 Prozent senken, sagte Richard Dietrich, Professor der University of Ohio.

Die Europäer haben sich beim G20 Gipfel verpflichtet, mitzuziehen. Die US-Bilanzierungsregeln "Financial Accounting Standards Board (FASB) (bitte hier drücken)" öffnen Tür und Tor für Casino-Bilanzen.

Wenn "Sie" einem Alkoholiker noch ein paar (gefüllte) Flaschen hinstellen, damit er glücklich bleibt, wird seine Alkoholsucht nicht bekämpft.

Samstag, 11. April 2009

Finanzkrise: Radikalkur der US-Börsen durch Obama

Der neue US-Präsident Obama erhöht die US-Börsensteuern um 359%

Klangheimlich wurde die Börsensteuer für gedeckte Transaktionen von 5,60 USD seit dem 7. April 2009 auf 25,70 USD pro Million USD erhöht. Die ersten angekündigten und bereits in Kraft gesetzten Steuererhöhungen. Den genauen Text erhalten Sie hier (bitte klicken) und hier die Details (bitte klicken). Eine solche Massnahme zur Eindämmung des Berufshandels ist im globalen Handel kontraproduktiv. Der US-Handel wird ins Ausland abwandern und in den USA Jobs kosten. Und ein Grossteil der 2 Bio. USD Staatshilfe wird unnütz verbraten.

Obama steht bereits vor der ersten und entscheidenden Bewährungsprobe

Das Misstrauen vieler US Politiker gegenüber ihrer Notenbank wächst. Mehr und mehr Senatoren fordern grössere Transparenz. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kreditvergangen der US-Notenbank. Der Öffentlichkeit wurde einzig mitgeteilt, dass die Hilfen in die Billionen gehen. In der Zwischenzeit geraten die "Rettungsmassnahmen" immer mehr ausser Kontrolle. Aus den 700 Mrd. USD sind bereits 2 Bio. USD "verschenkt worden". Doch wieviel an wen? Die Fed schweigt. Ein Eigengoal.

Die Fed verscheucht allfällige Investoren für die Ramschpapiere

Bereits im November hat Bloomberg das Fed auf Herausgabe von Informationen der verschenkten Billionen verklagt und sich auf den Freedom of Information Act (bitte hier klicken). Doch nichts ist passiert. Obwohl Anfang April 59 Senatoren und damit die grosse Mehrheit der Kammer dem Zusatzantrag zum Haushalt 2010 zugestimmt hatten. Womit die Fed verpflichtet wurde die Namen der Banken bekannt zu machen, welche Liqudidätkredite beanspruchten. Im Klartext, die Banken, die immer noch unter Liquiditätproblemen leiden. sollten geoutet werden. Der Zusatzantrag bedeutet nichts anderes, als den offensichtlichen Vertrauensverlust der Regierung in seinen Präsidenten und die eigene Notenbank. Wieso dieses Geheimniskrämerei? Steht es um die US-Banken noch viel schlimmer als befürchtet?

Noch kann die USD-Notenbank unabhängig von der Politik agieren. Wann wird sie von der Politik in Ketten gelegt?

Die Fed ist von der Politik zwar unabhängig, ihre Eigenständigkeit wird allerdings nur durch ein einfaches Gesetz, das Federal Reserve Act, garantiert. Dieses Gesetz kann jederzeit vom Parlament geändert und der Politik untergeordet werden.

Dienstag, 7. April 2009

Investoren sind weniger risikoavers - Gold schwächer

Nach schwächeren Tagen konnte der Juni-Kontrakt Gold aufgrund der leicht negativen Korrelation zu den wichtigsten Aktienmärkten USD 10,50 auf 883,30 wieder leicht an Terrain gewinnen. Am Freitag wies es noch ein 2 1/2 Monatstief auf, denn die Risikoaversion der Anleger nimmt weiter ab. Doch aufgepasst: In der kommenden Inflationphase, gilt es Sachwerte anzubinden, seien es Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle.

Wie geht es weiter: Die amerikanische amerikanische Notenbank setzte ihre Offenmarktpolitik am Dienstag unvermindert weiter, indem sie wiederum Staatsanleihen aufkaufte, welche die Regierung am emittierte, um die gigantischen Wirtschaftpakete zu finanzieren. Zum ersten mal seit 1993 gab sie 7-jährige Anleihen heraus. Die Regierung glaubt also an eine lange Durststrecke. Doch wer hat ausser dem Fed, den Mut die "AAA(?)" Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Chinesen die Nase voll haben?

Während die Politiker die Lage schönreden, haben die meisten Anleger die Lage erkannt und stürzen sich auf das Gold. Ich empfehle Ihnen folgenden interessanten Artikel (bitte hier klicken). Haben Sie schon mal einen Goldhaufen von 1,4 Mrd. CHF (935 Mio. Euro) gesehen?

Was sagte Alan Greenspan...

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde."

...und Ben Barnanke?

"Im Zweifel kann die Fed die Dollarpresse beliebig rotieren lassen und notfalls Geld mit dem Helikopter abwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln."


Quelle: Tagesanzeiger
 
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