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Montag, 14. September 2009

Weicher Dollar bröckelt weiter - Gold ueber USD 1000


Aus der Weltwährung No. 1 wird ein Softy

  • Das untrüglich Zeichen der Dollarabsicherung: Der Goldpreis hat die psychologisch wichtige Hürde von USD 1.000 ohne Probleme durchbrochen
  • Ein schmelzender USD weckt die Begehrlichkeiten der Ölproduzenten nach einem Ersatzzahlungsmittel oder einem Währungskorb. Dies wird die Nachfrage nach USD noch weiter einschränken
  • Der USD-Kursrückgang ist nichts Neues: Seit rund 20 Jahren verliert der USD an Wert
  • Bisherige Stützen des USD (Währungsreserven ausländischer Zentralbanken, Vertrauen in die Währung, die US-Wirtschaft, den amerikanischen Staat) werden wegfallen, das Vertrauen in den Greenback weiter abnehmen. Die frühere Reservewährung wird immer wertloser
  • Angehäufte gigantische Dollarbestände mit denen die Amerikaner ihren Konsum auf Pump finanziert haben verlieren an Wert. China, der mittlere Osten, Russland... verabschieden sich von der (USD-)Währungsabhängigkeit
  • Weltweit werden Währungsreserven im USD abgebaut, die Finanzkrise hat aufgezeigt, was "sicher" ist: Die (wertlosen) Papierschnitzel werden in Gold getauscht
  • Die durch das Ausland finanzierte Verschuldung der USA mit denen die Amerikaner ihre Zinsen tiefhalten und den USD stützen konnten, endet. Gutes Geld wird nicht mehr schlechtem nachgeworfen
  • Eine kurzfristige Erholung der US-Wirtschaft, kombiniert mit der hohen Liquidität dürfte die Inflation in den USA wieder anziehen und die Währung weiter schwächen
  • Wie wollen (können?) die Amerikaner ihre Auslandsschulden bezahlen? Indem sie die Notenpresse noch schneller drucken lassen. Ein Investitionsanreiz bietet einzig substanziell höhere Zinsen als Risikoausgleich. Das Resultat: Neue Inflation (Geldentwertung), Währungsrückgang. Die Amerikaner, angewiesen auf Importe verfangen sich in derInflationsfalle
Quelle: Cash.ch

Donnerstag, 27. August 2009

Die Börsenrallye verpufft - steigen Sie aus


Mehr und mehr Anzeichen sprechen für substanzielle Börsen-Korrekturen



  • Die bisherigen Wachstumszahlen sind äusserst bescheiden und basieren auf tiefem Niveau

  • Wirtschaftsförderungsprogramme, meist zur Erneuerung der Infrastruktur, verpuffen und laufen aus, während der Privatkonsum auf der Stelle tritt

  • Während die Notenbanken den Banken Gelder „Gratis-Geld“ nachgeworfen haben, konnten diese Ihre Handelsgeschäfte tätigen, während den KMUs (Klein- und mittelgrosse Betriebe) der Hahn abgedreht wurde

  • Die Banken – und nur die – profitieren von der Nullprozent-Politik der Notenbanken. Diese paradiesischen Zustände dürften jedoch vorbei sein. Was, wenn die Zinsen steigen?

  • Gigantische Wirtschaftsförderungsprogramme wurden durch Pump finanziert, während die Steuereinnahmen der Staaten einbrechen. Die Zinserhöhungen werden zu Schocks führen. Höhere Zinsen sind Gift für die Börsen

  • Die Immobilienkrise in den USA ist – allen Unkenrufen zum Trotz – alles Andere als überstanden. Die „gesicherten“ Schrottpapiere bleiben Schrott und dürften ihre „echte Nullbewertung“ noch vor sich haben

  • Mit Ausnahme der Handelsbanken, die dank besseren Börsen und der Auslagerung der Schrottpapiere durch Handelsgewinne Quartals-Gewinne ausweisen konnten, leiden die meisten Unternehmen an der Flaute. Ist dies die Basis für eine substantielle Börsenerholung?

  • Der Optimismus an den Börsen betrifft nur die opportunistischen Profis. Die Börsenumsätze sind bescheiden und nicht durch Vertrauen abgestützt. Im Klartext: Es werden immer die gleichen Papiere hin und hergeschoben

  • Tieferen Unternehmensgewinnen stehen höheren Börsenkursen gegenüber. Besonders Industrie- und Exportwerte dürften überproportional korrigieren

  • Nach dem weltweit starken Anstieg der Börsen seit den Crashs werden die Profis im Hinblick auf die jährlichen Zitterpartien im September/Oktober die Gewinne realisieren

  • Technisch sind die Börsen, das Gold, das Öl…überkauft. Sie dürften in Bälde korrigieren



    Radmil Consulting GmbH


Mittwoch, 13. Mai 2009

Finanzkrise: Krise sorgt für volle Auftragsbücher

Hersteller von Banknotenpappier wie die Papierfabrik Landquart melden übervolle Auftragsbücher

Die Papierfabirk Landquart (Schweiz) prüft die Kapazitätserweiterung um das Dreifache. Das Geschäft läuft ausgezeichnet. Denn das Unternehmen beliefert exklusiv Banknotenpapier an die Schweizerische Nationalbank (SNB) aber auch die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken.

Grosse Beachtung wird die Intergraf (http://www.intergraf.eu/), die 23. Internationale Messe für Sicherheitspapier finden, die heute Mittwoch öffnet die Intergraf. Dank der quantitiativen Lockerung der Geldpolitik der Notenbanken weltweit, laufen die Geschäft wie geschmiert.

Neben der Notenflut wurde in den vergangenen Tagen bekannt, dass die Banken eine grosse Nachfrage nach grossen Noten verzeichnen. Denn diese eignen sich ideal als Wertspeicher um die Noten im Safe zu deponieren. Denn das Vertrauen in die Banken lässt weiter nach. Daneben erneuern die Zentralbanken aus Sicherheitsgründen die Noten-Designs und verkürzen die Umlaufzeiten. Alles Gründe für die steigende Nachfrage nach Papiergeld. – Weitere Zeichen, dass die Hyperinflation auf uns zukommt.

Hinter der Papierfabrik Landquart steht die Mutter „Fortress Paper“, die im Mai 2008 die Papierfabrik Landquart übernommen hat.

In Dresden besitzt Fortress eine zweite Tochtergesellschaft, die im Tapetenmarkt tätig ist und 79 Prozent zum operativen Ergebnis (Ebitda) des kotierten Unternehmens beiträgt.

Copyright: Radovan Milanovic

Donnerstag, 7. Mai 2009

Finanzkrise: Das Geld fehlt in den Kassen der Steuerhochburgen - Steinbrück schlägt wieder zu

Finanzminister Steinbrück will das neue Steuergesetzt "schnell scharf" machen

Die Kassen sind leer und werden leerer: Steinbrück auf der Suche nach den Geschädigten der Steuervögte: "Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt", sagte er im Bundestag. Jeder habe die Pflicht, in Deutschland Steuern zu zahlen.

"Steuerhinterziehung und erst recht -betrug sind kriminell - schlicht und einfach", sagte Peer Steinbrück (SPD) bei der ersten Lesung des Gesetzes zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung über Länder wie die Schweiz oder Liechtenstein.

Interessant ist, dass die Forderungen aus der Ecke der Steuerhochburg-Katelle kommen, denen viele Bürger den Rücken gekehrt haben.

Steinbrück will schnell durchgreifen

Er kündigte an, das Gesetz schnell "scharf" zu machen. Die dafür notwendige Rechtsverordnung werde er noch in dieser Legislaturperiode der Bundesregierung zuleiten. Dann werde man sehen, wie sich die Union dazu verhalte. Diese hatte sich lange gegen Steinbrücks Gesetzentwurf gesträubt und eine Abschwächung durchgesetzt.

Mit der von Steinbrück genannten Rechtsverordnung würden Steuerzahler mit Geschäftsbeziehungen zu Steueroasen - also Ländern, die den OECD-Standard zum Informationsaustausch in Steuersachen nicht erfüllen - besonderen Mitwirkungs- und Auskunftspflichten unterworfen. Kommen sie diesen nicht nach, droht der Verlust von Steuervorteilen (---> welche Steuervorteile, den Verlust des Maximumsteuersatzes?).

Steinbrück zitierte Schätzungen, nach denen weltweit dem Fiskus jährlich 2 bis 12 Bio. Euro durch Steuerkriminalität verloren gingen. In Deutschland seien es vermutlich über 100 Mrd. Euro.

Steinbrück-Äußerungen schlagen Wellen

Der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Otto Solms, bringt es auf den Punkt, es müsse in Deutschland ein Steuerrecht geschaffen werden, dass vom Bürger akzeptiert werde. Das Steuerrecht sei derzeit "unsäglich kompliziert, unüberschaubar und umständlich" - dies sei ein Grund für Steuerflucht.

Finanzkrise: Top Level Domains - Goldminen der Zukunft ohne Risiko

Erst seit 12 - 15 Jahren auf dem Markt und schon Mangelware

Sogar Bill Gates bestätigt: "Domains werden schneller im Wert steigen als jeder andere Wertgegenstand, den die Menschheit je kannte".

Top Level werden die Domain Namen immer knapper. Aus diesem Grunde sind immer mehr Firmen gezwungen, Domains mit zusammengsetzen Worten, mit Bindestrichen oder unsinnigen Abkürzungen zu führen. Einfache Begriffe als Domain-Namen sind längst nicht mehr zu bekommen – oder nur noch zu schwindelerregenden Preisen. Ein Beispiel: Die Domain "flicker.com" wurde kürzlich. Unzählige User steuern die Adresse an, wenn sie sich vertippen und statt der Adresse der weltgrößten Fotoplattform "flickr.com" irrtümlich die orthografisch richtige Schreibweise eingeben. Die Domain wurde zu 600.000 Dollar verkauft.

Aber auch die Preise für Domainnamen unterliegen Schwankungen. Selbstverständlich werden die Namen Google und Amazon nicht verkauft. Trotzdem variieren die Preise:

- google.com: 24.06.2006: 3,4 Mio. EUR, 18.07.2006: 2,34 Mio. EUR...06.05.2009: 1,284 Mio. EUR - auch kein Pappenstil

- amazon: 04.07.2006: 20.000 EUR (!), 07.08.2007: 212.800 EUR...06.05.2009: 192.500 EUR

Aber auch ganz normale Domains wie "Atlas" haben eine eindrückliche Rerformance hinter sich und werden weiter stark zulegen:

- atlas.com: 08.1.2007: 21.000 EUR, 06.05.2009: 105.014 EUR

(alle Bewertungen durch www.adressio.de)

Die Schlacht um die besten Top Level Domains hat erst richtig begonnen. Trotzdem ist es möglich auf den Zug zu springen.

Aus Zeitgründen muss ich leider einige meiner Top Level Domains verkaufen (bitte hier klicken).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Sammeln von Domains.

Finanzkrise: Fass ohne Boden - Bank of America braucht weitere 35 Mrd. USD

"Millardengewinne" dank kreativer Buchhaltung - trotzdem fehlen 35 Mrd. USD

Die Bank of America (BoA) hat in den vergangenen Tagen noch jubiliert, indem sie für das erste Quartal 2009 einen Gewinn von 2,81 Mrd. USD Gewinn gemeldet hatte. Anderseits musste sie 13,4 Mrd. USD aus Kreditverlusten abschreibenund weitere Rückstellungen in Höhe von 6,4 Mrd. USD bilden.

Der Stresstest bei amerikanischen Banken ergab, dass die Bank of America nach 45 Mrd. USD weitere 35 Mrd. USD benötigt. Es wurde auch bekannt, dass die Bank den grössten Finanzbedarf der 19 getesteten Banken hat.

Aber auch andere Banken – darunter Citigroup und Wells Fargo sowie eine Handvoll regionale Banken – brauchen weitere Geldhilfe. Insgesamt sollen 10 weitere US-Banken ohne weiteren Kapitalbedarf nicht überleben. Doch im Bankenrettungsfond TARP (Troubled Asset Relief Program) stecken nur noch 100 Mrd. USD "zum Verteilen. .

Die US Börsen reagierten aud diese Hiobsbotschaften mit Kursgewinnen: Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 1,21 Prozent und der S&P 500 gewann sogar 1,74 Prozent.

Wichtiger Baustein der Regierungsstrategie

Die Banken Tests (Stress Tests) sind ein zentraler Teil in der Strategie der Obama-Regierung, mit der der Finanzsektor stabilisiert werden soll. Sie sind ein Indikator für den Zustand der Bankbilanzen für den Fall, dass sich die Wirtschaftslage in den USA weiter verschlimmert.

Unter Aufsicht der Notenbank Fed haben die zuständigen Regulierungsbehörden Berechnungen nach zwei vorgegebenen Szenarien durchgeführt: nach einem Grundszenario, das auf den wirtschaftlichen Annahmen aus dem Februar basiert, darunter ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2 Prozent, und nach einem schlimmeren Szenario, das einen Rückgang des BIP um 3,3 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 10,3 Prozent im kommenden Jahr unterstellt.

Die Tests werden bereits kritisiert

Bereits werden die Untersuchungen kritisiert, denn - um Panik zu vermeiden - werden in den Schlussberichten die Banken mit Samthandschuhen angefasst.

Sonntag, 3. Mai 2009

Finanzkrise: Invest 2009 in Stuttgart, grosses Interesse

Rund 15.000 Besucher besuchten vom 24. bis 26. April 2009 in Stuttgart die Invest, Deutschlands wichtigste Messe für institutionelle und private Anleger. Die Anleger bestätigten damit die Veranstaltung eindrucksvoll als wichtigen um das Thema Finanzen. Mit diesem starken Ergebnis, sind die Messe Stuttgart und die Börse Stuttgart, Mitveranstalter der Invest, sehr zufrieden, obwohl der Rekord vom letzten Jahr (2008:17.243 Besucher) nicht ganz erreicht wurde. „Dass die Invest trotz des schwierigen Börsenumfeldes so viele Besucher hatte, unterstreicht ihre Rolle als führende Finanzmesse in Deutschland“, sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Aussteller und Besucher haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen und bewiesen, dass Informationen gerade in volatilen Märkten und schwierigen Zeiten besonders wichtig sind.“ In einer Umfrage erklärten 97% der Besucher, dass sie die Invest weiter empfehlen und wieder kommen werden.

Ich danke Ihnen für Ihr grosses Interesse und Ihre zahlreichen Anregungen an der Messe. Ihre Reaktionen haben mir auch gezeigt, dass wir mit dem Kapitalschutz Investor auf dem richtigen Weg sind, indem wir - jeder für sich - in Anbetracht der lauernden Gefahren am Finanz- und Kapitalmarkt auf soliden Anlagen bauen. Denn vor uns liegt die Bankenkrise II, die ihre Ursachen in den kreativen Bankbilanzen (Überbewertung von Aktiven), Kreditkartenausstände, mangelnde Eigenkapitalbasis und beschränkte Wachstumsaussichten haben werden.

Einige Leser sind mit dem Wunsch an mich herangetreten, die Präsentationen zu erhalten. Über diesen Link (bitte anklicken) kommen Sie zu den drei Präsentationen: "Invest 2009 -Schweiz, Ausblick", "Invest2009-Anlagestrategie nach der Krise" und "Invest2009-Kapitalschutz", die Sie herunterladen können.

Dienstag, 28. April 2009

Finanzkrise: Zweite Pleitewelle in Sicht?


Risikoprämien auf Bankanleihen sind am Steigen

Die Kreditversicherungen stehen trotz weltweiter Milliarden Hilfen für den angeschlagenen Finanzsektor auf Rekordhöhe. Dass die Risiko-Prämien gleich hoch sind, wie nach der Lehman Pleite widerspiegelt den Angstfaktor nach weiteren grösseren Pleiten Risiken.

Nachdem die Risikoprämien der Credit Default Swaps (CDS) auf unter 150 Basispunkte gefallen sind, liegen sie im Durchschnitt (!) aller Emittenten bereits wieder deutlich über 200 Punkte. Dem Niveau kurz nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im vergangenen September.

Investiert ein Investor 10 Mio. Euro in eine Bankanleihe, muss dieser im Schnitt 200.000 Euro bezahlen, um das Risiko des Emittenten abzusichern.

Das Insolvenzrisiko ist für Zertifikatekäufer von grosser Bedeutung. Denn bei den Produkten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen; geht der Emittent pleite, ist die Rückzahlung des Kapitals gefährdet. Die Entwicklung der CDS zeigen auf, wie hoch der Markt das Pleiterisiko einer Bank einschätzt.

Insgesamt hat sich der Derivatemarkt im ersten Quartal schwach entwickelt. Mit 29.000 Zertifikaten wurden deutlich weniger aufgelegt als im Vorjahreszeitraum, als es 42.000 Neuemissionen gab. Dies spricht für eine weiterhin grosse Zurückhaltung der Anleger.

Der Börseneinbruch bis März hat dazu geführt, dass bei zahlreichen Produkten die Risikopuffer gerissen wurden mit der Folge, dass die Bonusrenditen verfielen. Über alle Produktkategorien hinweg lag die sogenannte Knock-in-Quote bei 62,4 Prozent. Damit hat bei fast zwei Dritteln der Produkte der Risikopuffer nicht ausgereicht. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im dritten Quartal 2008 lag der Wert bei 11,8 Prozent.

Donnerstag, 23. April 2009

Finanzkrise – Osteuropakredite - wird die Schweiz in den Euro gedrängt?


Die SNB (Schweizerische Nationalbank) gibt zu, dass die ausstehenden Frankenkredite in Zentral- und Osteuropa rund 75 Milliarden Franken betragen. Insbesondere Ungarn und Polen, die beiden Länder, deren Pleite-Risiken sehr hoch sind, sind die grössten Schuldner.

1) Doch die Schweizerische Regierung verniedlicht, dass die Risiken auf den Frankenkrediten geringer sein dürften, als allgemein angenommen. Zudem würden sich die Frankenkredite auf Haushalte und Firmen konzentrieren, die entweder eine hohe Risikofähigkeit besitzen oder Einkünfte in fremder Währung aufweisen.

Falsch gedacht und Falschinformation: Gerade die Haushalte leiden am meisten unter der Finanzkrise, da die Arbeitslosenrate steigt rasant, während die Arbeitnehmer Lohnrückstufungen hinnehmen müssen. Die gesamten CHF-Kredite dürften jedoch knapp 200 Mrd. CHF betragen, oder mehr als die doppelte Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandprodukt BIP) von 2008 oder 170% der gesamten Staatsverschulung der Eidgenossenschaft.

2) Die Regierung beruhigt auch, dass „die Frankenkredite in Polen und Ungarn die Geldpolitik der SNB nicht beeinflusse. Die Nationalbank führt aber mit der polnischen und ungarischen Zentralbank Devisenswaps durch, bei welchen die beiden Zentralbanken bei der SNB Schweizerfranken gegen Euro beziehen können. Diese Swapgeschäfte dienen der polnischen und ungarischen Zentralbank zur Sicherung von Franken-Liquidität für den einheimischen Bankensektor.

Gelogen: Swaps schieben die Kreditverpflichtungen in die Zukunft mit dem Nebeneffekt, dass die fälligen Zinsen die Schulden meistens noch aufstocken…

Gründe der Misere

Schweizer Banken haben traditionell tief verzinsbare CHF-Milliardenkredite nach Osteuropa vergeben – nun können die Kunden die Gelder nicht zurückzahlen. Droht der Schweiz dasselbe Schicksal wie Island.

Boomtown Warschau: Kredite in Franken haben das rasante Wachstum in vielen Ländern Osteuropas angekurbelt. Jetzt kommt die Quittung. Und wieder bestätigt sich das Börsen-Bonmot „THERE IS NO FREE LUNCH.

Die Finanzwelt befürchtet ein böses Erwachen, Wird das Ende des CHF eingeläutet.

Denn Länder in Polen, Ungarn und Kroatien ist der Franken zur wichtigen Fremdwährung geworden. Tausende Haushalte und Kleinfirmen nahmen ihre Kredite wegen tieferen Zinsen in CHF auf, und nicht in den Landeswährungen Zloty, Forint oder Kuna. In Ungarn sind 31 Prozent aller Kredite in der Schweizer Währung ausgestellt, bei den privaten Haushaltskrediten sind es fast 60 Prozent.

Kreditnehmer können nicht mehr bezahlen

Nun hat die Finanzkrise die Ära der günstigen Kredite beendet: Die Ostwährungen sacken ab. Ende September musste man für 100 polnische Zloty noch 46 Franken bezahlen, heute sind es 30 Franken. Das heisst: Immer mehr Kreditnehmer kriegen Probleme mit den Zinsen und bei der Abzahlung. Die Frage ist also, wie sich das auf den Schweizer Finanzplatz auswirkt.

Was bedeutet das für die Schweiz?

Es ist anzunehmen, dass ein beträchtlicher Teil der insgesamt 200 Milliarden Dollar Osteuropa-Kredite in Schweizer Franken ausgestellt wurden. Gemäss einem Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind weltweit Franken-Kredite im Gegenwert von rund 675 Milliarden Dollar im Umlauf – davon wurden etwa 150 Milliarden direkt von der Schweiz, 80 Milliarden von Grossbritannien sowie rund 430 Milliarden Dollar über Offshore-Finanzzentren vergeben. Wieviele dieser Kredite faul sind, ist nicht bekannt. Doch schon wenn die Ausfallrate 20 Prozent beträgt, würden die Banken viel Geld verlieren.

Muss nun die Schweizer Regierung eingreifen? Muss die EZB einspringen?

Wenn die Banken einen massiven Abschreibungsbedarf durch solche Kredite haben, muss ab einer bestimmten Grössenordnung der Staat eingreifen. Dies geschieht bereits durch die Schweizerische Nationalbank: In Polen hat sie der dortigen Zentralbank mehrere Milliarden Franken zur Verfügung gestellt, damit polnische Banken die Kredite decken können. Zugleich hat die schweizerische Nationalbank bereits bei der Europäischen Zentralbank angefragt, ob ihr diese im Notfall Geld ausleihen könnte. Dies ist ein klares Warnzeichen, dass der schweizerische Franken in Bälde unter einen enormen Abwertungsdruck geraten könnte.

Bei den Schweizer Banken ist das Thema NOCH tabu

Nun müssen die möglichen Verluste durch diese Kredite auf den Tisch; vor allem müssen alle möglichen osteuropäischen Risiken lückenlos offengelegt werden. Zusammen mit den Kreditausfällen von UBS und Credit Suisse könnte der gesamte Abschreibungsbedarf für die Schweiz die Grössenordnung des Schweizer Bruttosozialprodukt übersteigen.

Die Konseqenz des Osteuropa Debakels
Der Schweiz dürfte wie Island der mögliche Staatsbankrott drohen. Eine Folge davon wäre, dass die schweizerische Währung massiv an Wert verlieren könnte, möglicherweise sogar crasht. Alternativ würde die Bonität der Schweiz radikal zurückgestuft werden. Dies wäre das Ende des Bankenplatzes Schweiz und der CHF eine Weichwährung. Als Konsequenz dürften die Schweizer gezwungen werden den Euro zu übernehmen.


Dienstag, 21. April 2009

Finanzkrise - IMF erwartet weitere 4 Billionen USD Banken Abschreibungen

Das Karussell dreht sich immer schneller

Jetzt gibt auch der der Internationale Währungsfonds (IWF) zu, dass die Finanzindustrie zusätzlich bis zu 4 Billionen (4.000.000.000.000) USD oder 3 Billionen (3.000.000.000.000) Euro zusätzlichen Abschreibungen stehen. Die Banken sind dabei zu 2/3 und die Versicherer und Pensionskassen 1/3 betroffen. Die letzte Schätzung stand bei „bis 2 Billionen (2.000.000.000.000) USD. Wie von Geisterhand – und trotz gigantischer Staatshilfen rund um den Globus – haben die Risiken um in den vergangenen 6 Monaten 100% zugenommen. Doch: Ohne Säuberung der Bankbilanzen von wertlosen Luftpositionen geht von den Banken weiter Risiko für die Wirtschaft aus.

Das Unheil dürfte mit 2,7 Billionen USD aus den USA kommen (im Januar wurden die Verluste auf 2,2 Billionen USD geschätzt. Ramschpapiere und Kreditpositionen aus Europa dürften sich auf 1,2 Billionen USD belaufen.

Statt einer Verbesserung oder mindestens der Konsolidierung der Lage im Finanzmarkt warnt der IMF, dass sich DIE FINANZKRISE VERBREITERT HABE.

Im Gegenzug zu der Auslagerung der Giftpapiere muss die Finanzindustrie mit frischem Kapital ausgestattet werden. Die Alternative: Die Abwärtsspirale des globalen Finanzsystems dreht sich noch schneller.

Finanzkrise: Erste Vorboten der Hyperinflation Die kommende Hyperinflation leicht erklärt

Simbabwe schafft eigene Währung ab

Simbabwes Inflation liegt bei 230 Millionen Prozent. Jetzt kommt die Notaktion: Die Regierung wird den Simbabwe-Dollar für mindestens ein Jahr aus dem Verkehr nehmen. Als Ersatz werden ausländische Währungen zugelassen. Also: USD und Euro - zwei Kranke, als Ersatz für einen Toten (Zimbabwe-Dollar).

Deutschland am Schicksalstag 20.04.2009

Bei der BRD-Staatsanleihen-Auktion blieben die Käufer aus. Es konnten nicht alle Anteile verkauft werden konnten. Das besondere hierbei ist, dass es sich um eine 6-Monate bezifferte Anleihe handelt, also keine Langfristige wie z.B. 10 Jährige. Finanzminister Steinbrück (Peitschen Peer) war bestimmt geschockt, als er vernahm, dass die Finanzierungsquelle, die "solide deutsche Staatsanleihe" versiegt. Wenn die Regierung Probleme hat Geld auf den Kapitalmarkt zu bekommen, droht der Staatsbankrott. Die EZB könnte zwar die Anleihen direkt monetisieren, aber was 1923 in einer ähnlichen Situation rauskam wissen wir: Hyperinflation.

Deshalb: Hyperinflation leicht erklärt (hier kommen Sie zum Film)

oder in einem Bild

Papiergeld ist nicht mal mehr Toilettenpapier wert. Bildquelle: www.appfrica.net



Mittwoch, 15. April 2009

Finanzkrise: Kreative Bankbilanzen - Katastrophe in Sicht

Dank phantasievollen Bewertungen von Aktiven können US-Banken ihre Verluste in Gewinn umwandeln. Zu zu guter Letzt werden auch die Europäer gedrängt, FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen.

"Erfolg des G-20 Gipfels": Banken dürfen phantasievolle Buchhaltungen ausweisen.

Machte Goldman Sachs vor, wie "es" gemacht werden kann und darf: Völlig überraschend wies die US Grossbank einen Quartalsgewinn (?) von 1,66 Mrd. US-Dollar aus. Die bisherigen Regeln verlangten eine Bewertung der Investments zum gegenwärtigen Marktpreis ("mark-to-market-Regel"). Da es etwa für "giftige" Kreditpapiere in der Krise praktisch keine Käufer mehr gibt und der Preis damit gegen Null geht, mussten Banken und Unternehmen drastische Abschreibungen vornehmen.

Das ist nun vorbei: Die FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen. Die neue Lösung deutet Richtung Casino hin - darf es ein paar Milliarden mehr sein oder weniger?

Die Regeln schreiben vor, dass
  • es eine Höchstgrenze für Impairments bei Kreditpapieren geben soll, wenn dieser Abschreibungsbedarf nicht nur kurzfristig besteht
  • Abschreibungen überhaupt nur vorgenommen werden müssen, wenn der Wertverlust nach Meinung der Unternehmen "nicht nur kurzfristig" ist
  • Wertberichtigungen von Kreditpapieren sehr wohl vorgenommen werden müssen, allerdings verteilt auf ihre Restlaufzeit.

Voraussetzung für die "freundlichere" Bewertung ist aber in jedem Fall, dass die betreffenden Papiere nicht verkauft werden. Sonst wäre ungerechtfertigten Aufwertungen Tür und Tor geöffnet, die nur einen höheren Verkaufspreis zum Ziel hätten.

Der nächste "Sieger" dürfte Citigroup heissen. Die US-Bank könnte über Nacht ihre Verluste aus Immo-Krediten um bis zu 70 Prozent senken, sagte Richard Dietrich, Professor der University of Ohio.

Die Europäer haben sich beim G20 Gipfel verpflichtet, mitzuziehen. Die US-Bilanzierungsregeln "Financial Accounting Standards Board (FASB) (bitte hier drücken)" öffnen Tür und Tor für Casino-Bilanzen.

Wenn "Sie" einem Alkoholiker noch ein paar (gefüllte) Flaschen hinstellen, damit er glücklich bleibt, wird seine Alkoholsucht nicht bekämpft.

Montag, 13. April 2009

Finanzkrise Ostern 2009: 22. US Bankenpleite, US Post auch am Ende?

Ostern 2009: 22. Bankenpleite in den USA in 2009

In den USA setzt sich die Serie der Bankenzusammenbrüche im Zuge der Finanzkrise auch 2009 fort. Noch nie sind in den USA so viele Banken in so kurzer Zeit geschlossen worden. Als 22. Institut in diesem Jahr wurde die Cape Fear Bank aus Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag von der staatlichen Einlagensicherung FDIC geschlossen.

Amerikanischer Post droht das Aus

Postminister John Potter sagte einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses in Washington, ohne zusätzliche Finanzspritze werde die Post bis Ende des Jahres nicht mehr alle ihre Verpflichtungen erfüllen können. Die Frage laute: Welche Rechnungen werden bezahlt und welche nicht?

Potter sagte, die Auszahlung der Löhne und Gehälter solle gesichert werden. Andere Zahlungen müssten aber aufgeschoben werden. Zu den geplanten Sparmaßnahmen gehöre, Briefe und Pakete nur noch fünf Tage die Woche zuzustellen. Der Post drohten „Verluste von historischen Ausmassen".

Die US Post erlitt in 2008 2,8 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) Verlust und muss in diesem Jahr wegen der Rezession mit noch grösseren Einnahmeausfällen rechnen.

Finanzkrise: Steht die Fed vor der Pleite?

Ironie des Schicksals: Gerade die Schweizer, welche beim G20-Gipfel von den Amerikanern nicht eingeladen worden sind und unter Dauerbeschuss der US Regierung sind, "spenden" der einst stolzen US-Notenbank, der FED und retten sie vor Illiquidität. Die Amerikaner können mit bis 40 Mrd. CHF an Hilfe rechnen. Die SNB (Schweizerische) gab ihr Einverständnis zu einer neuen, "zeitlich begrenzten Devisen-Swap-Vereinbarung mit der FED".

Auch von der stark gebeutelte Bank von England (BoE) erhält die US-Notenbank einen Rahmen von bis zu 30 Milliarden Pfund, und aus Japan durch die Bank of Japan (BoJ) bis zu 10 Billionen Yen.

Die Zusammenarbeit der Notenbanken bei der Versorgung mit Liquidität in jeweils fremder Währung begann mit Swapabkommen zwischen Fed, EZB und SNB im Dezember 2007. Die Fed schloss dann während der heftigen Marktturbulenzen nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September weitere Arrangements mit den Notenbanken Kanadas, Japans und Großbritanniens. Außerdem bestehen mehrere Swap-Linien zwischen Fed und EZB und kleineren Zentralbanken in aller Welt, im Falle der EZB vor allem in Osteuropa. Wie bereits bei früheren Devisenabkommen ging die Initiative auch dieses Mal von der US-Notenbank aus.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage, wie die US-Regierung und mit ihr die FED die gigantischen Wirtschaftsförderungs-Programme von 2 Billionen USD abwickeln und wer die neu emittierenden US-Staatsanleihen kaufen wird, welche den Markt in Kürze überschwemmen werden. Die Chinesen protestieren bereits lautstark und und sehen ihre 800 Mrd. USD amerikanischer Staatsanleihen in Luft auflösen.

Dienstag, 7. April 2009

Investoren sind weniger risikoavers - Gold schwächer

Nach schwächeren Tagen konnte der Juni-Kontrakt Gold aufgrund der leicht negativen Korrelation zu den wichtigsten Aktienmärkten USD 10,50 auf 883,30 wieder leicht an Terrain gewinnen. Am Freitag wies es noch ein 2 1/2 Monatstief auf, denn die Risikoaversion der Anleger nimmt weiter ab. Doch aufgepasst: In der kommenden Inflationphase, gilt es Sachwerte anzubinden, seien es Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle.

Wie geht es weiter: Die amerikanische amerikanische Notenbank setzte ihre Offenmarktpolitik am Dienstag unvermindert weiter, indem sie wiederum Staatsanleihen aufkaufte, welche die Regierung am emittierte, um die gigantischen Wirtschaftpakete zu finanzieren. Zum ersten mal seit 1993 gab sie 7-jährige Anleihen heraus. Die Regierung glaubt also an eine lange Durststrecke. Doch wer hat ausser dem Fed, den Mut die "AAA(?)" Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Chinesen die Nase voll haben?

Während die Politiker die Lage schönreden, haben die meisten Anleger die Lage erkannt und stürzen sich auf das Gold. Ich empfehle Ihnen folgenden interessanten Artikel (bitte hier klicken). Haben Sie schon mal einen Goldhaufen von 1,4 Mrd. CHF (935 Mio. Euro) gesehen?

Was sagte Alan Greenspan...

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde."

...und Ben Barnanke?

"Im Zweifel kann die Fed die Dollarpresse beliebig rotieren lassen und notfalls Geld mit dem Helikopter abwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln."


Quelle: Tagesanzeiger

Samstag, 28. März 2009

Finanzkrise: Hunger nach Anleihen steigt - Aktien mehr und mehr out

In der Schweiz treibt der Anleihenhunger auf einen ausgestrockneten Markt

Aber nicht nur CHF- auch EUR und gar USD Gesellschaftsanleihen sind gesucht. Aufgrund der immer noch latenten Risikoaversion der Anleger ersetzen Gesellschaftsanleihen Aktien oder strukturierte Produkten als Anlagevehikel. Ausländische Schuldner zeigten sich seit Ende Ende 2008 sehr emissionsfreudig. Das gilt besonders für die an der SIX kotierten Anleihen in Franken von ausländischen Schuldnern.

Im Februar wurden 11,1 Mrd. CHF Anleihen emittiert, während die Rückzahlungen 4,5 Mrd. CHF betrugen. Werden die schweizerischen Schuldner in der Statistik miteinbezogen, so resultiert eine Nettorückzahlung von 4,5 Mrd. CHF (im Januar 2009: 73,4 Mio. CHF).

Banken bleiben dem Anleihemarkt beinahe fern

Interessant ist auch, dass die schweizerischen Banken in den vergangen Jahren Kredite aus den Bilanzen in strukturierte Produkte verpackt, weiterverkauft haben. Somit benötigen diese Banken weniger Gelder zur Refinanzierung solcher Kredite. Zudem verfügten Banken über weniger Eigenkapital, weshalb sie die Aktivitäten in der Kreditvergabe reduziert haben. Die Unternehmen werden sich deshalb wieder selbst über den Kapitalmarkt finanzieren.

In den USA finanzieren sich die Unternehmen hauptsächlich über den Anleihe-Markt und weniger über Bankkredite

Mit der Krise dürften sich europäische Unternehmen deshalb von ihren Abhängigkeiten von den Banken lösen und sich vermehrt vermehrt über den Anleihemarkt refinanzieren.

Der US-Anleihe-Markt erwartet eratische Zinssteigerungen aufgrund der gigantischen Stimmulierungspakete und erwarteten Hyperinflation. Aus diesem Grunde sind langfristige Zins-Swap Absicherungen kaum mehr erhältlich.


Mittwoch, 18. März 2009

US Kleinstädte sagen dem Dollar ade

Wie weit das Vertrauen in den Dollar gefallen ist, zeigt das Beispiel amerikanischer Kleinstädte: Sie geben eigene Währungen heraus. Und das tragi-komische: Der (amerikanische) Staat verdient mit (bitte hier klicken).

Samstag, 7. März 2009

Das Gold wird zum 25-fachen Ölpreis gehandelt

Die Preiskorrektur steht bevor

Jedes Jahr zeigt sich für ein paar Tage dasselbe Bild: Gold und Erdöl zeigen ein Preisverhältnis (Korrelation) von 25 auf. Technische Analysten gehen von einem Anstieg sowohl des Gold-, als auch des Ölpreises aus, wenn das Ratio mindestens 25 mal grösser ist als der Ölpreis.

Das Verhältnis der März-Futures von Gold an der Comex und der April Kontrakt für das West Texas Crude Öl an der Nymex haben sich in den vergangen 2 Wochen gut gehalten. Am 23 Februar hat das Gold gar auf 997,70 USD die Unze angezogen, wärend das Öl bei 38,20 USD notierte ---> Verhältnis von 26,12. - Anderseits, ist das Gold intraday am 26. Februar auf 942,70 USD gefallen, während das Gold auf 44,74 pro Unze angezogen hat ---> Verhältnis von 21,07. Wie sensitiv die der Goldmarkt reagiert zeigte es sich am 27. Februar, als sehr schlechte Wirtschaftszahlen veröffentlicht: Das Öl ging zurück, während das Gold anstieg ---> Verhältnis von 21,03. Am 5. März betru das Ratio (927,00 USD/46,31 USD) 21,25.

Sollte das Öl weiter ansteigen, was erwartet wird (es notiert jetzt bei knapp 46,00 USD), sollte das Gold die 1.000 USD Marke knacken.

Die Korrelation zwischen Gold und Öl vergössert sich

Die historische Korrelation zwischen Gold und Öl betrug 0,2. Zwischen 2003 und 2007 nahme der Korrelations Koeffizient auf 0,26 zu. In 2008 betrug er gar 0,36 und lag somit fast doppelt so hoch wie vor 2003. Alles deutet darauf hin, dass diese Grösse im Hinblick auf die Krise weiter zunehmen wird.

Goldpreis: Wir stehen vor einem weiteren Kursanstieg

Die OPEC geht wieder von einem Ölpreis von 80 USD aus. Bei einem langfrisitgen Durchschnittsratio von 17 - 20 (Gold-/Ölpreis) wird das Gold demnächst zwichen 1.360 und 1.600 USD notieren.

(Chart von www.thechartstore.com. Zum Vergrössern des Charts bitte auch Chart klicken.)


Wieso das Gold unter 1000 USD notiert

Alles spricht für Gold, der Börsencrash, das verlorene Vertraune in die Märkte, möglicherweise kollabierenden Staaten in Osteuropa, die drohende die Hyperinflation... Jedermann sieht es kommen. Und jedermann kann sich mit Gold schützen (die Goldschmelzen sind weltweit vollständig ausgelastet, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche).

Zur Gretchenfrage: Wieso steigt das Gold nicht über 1.000 USD?

1) Den Hedge-Funds und privaten Investoren mangelt es an Geld. Wollen sie am "Tiefpunkt"" (?) ihre Aktien verkaufen? Viel eher trennen sie sich von den Edelmetallen, bei denen sie Gewinn gemacht haben.

2) 75% des Goldes wird zu Schmuck verarbeitet. In der Krise gehen auch die Luxuskäufe zurück. Die Nachfrage der Schmuckproduzenten geht zurück, da sie zuerst ihre Lager verkaufen.

Bereits jetzt ist sichtbar, dass Staatsanleihen akut gefährdet sind. Vor einer Rückzahlung der ausstehenden Beträge kann nicht einmal geträumt werden. In der Vergangenheit war es selten so klar ersichtlich wie sich Unheil nähert und welche Vorkehrungen zum eigenen Schutz getroffen werden können.

 
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