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Montag, 14. September 2009

Weicher Dollar bröckelt weiter - Gold ueber USD 1000


Aus der Weltwährung No. 1 wird ein Softy

  • Das untrüglich Zeichen der Dollarabsicherung: Der Goldpreis hat die psychologisch wichtige Hürde von USD 1.000 ohne Probleme durchbrochen
  • Ein schmelzender USD weckt die Begehrlichkeiten der Ölproduzenten nach einem Ersatzzahlungsmittel oder einem Währungskorb. Dies wird die Nachfrage nach USD noch weiter einschränken
  • Der USD-Kursrückgang ist nichts Neues: Seit rund 20 Jahren verliert der USD an Wert
  • Bisherige Stützen des USD (Währungsreserven ausländischer Zentralbanken, Vertrauen in die Währung, die US-Wirtschaft, den amerikanischen Staat) werden wegfallen, das Vertrauen in den Greenback weiter abnehmen. Die frühere Reservewährung wird immer wertloser
  • Angehäufte gigantische Dollarbestände mit denen die Amerikaner ihren Konsum auf Pump finanziert haben verlieren an Wert. China, der mittlere Osten, Russland... verabschieden sich von der (USD-)Währungsabhängigkeit
  • Weltweit werden Währungsreserven im USD abgebaut, die Finanzkrise hat aufgezeigt, was "sicher" ist: Die (wertlosen) Papierschnitzel werden in Gold getauscht
  • Die durch das Ausland finanzierte Verschuldung der USA mit denen die Amerikaner ihre Zinsen tiefhalten und den USD stützen konnten, endet. Gutes Geld wird nicht mehr schlechtem nachgeworfen
  • Eine kurzfristige Erholung der US-Wirtschaft, kombiniert mit der hohen Liquidität dürfte die Inflation in den USA wieder anziehen und die Währung weiter schwächen
  • Wie wollen (können?) die Amerikaner ihre Auslandsschulden bezahlen? Indem sie die Notenpresse noch schneller drucken lassen. Ein Investitionsanreiz bietet einzig substanziell höhere Zinsen als Risikoausgleich. Das Resultat: Neue Inflation (Geldentwertung), Währungsrückgang. Die Amerikaner, angewiesen auf Importe verfangen sich in derInflationsfalle
Quelle: Cash.ch

Donnerstag, 27. August 2009

Die Börsenrallye verpufft - steigen Sie aus


Mehr und mehr Anzeichen sprechen für substanzielle Börsen-Korrekturen



  • Die bisherigen Wachstumszahlen sind äusserst bescheiden und basieren auf tiefem Niveau

  • Wirtschaftsförderungsprogramme, meist zur Erneuerung der Infrastruktur, verpuffen und laufen aus, während der Privatkonsum auf der Stelle tritt

  • Während die Notenbanken den Banken Gelder „Gratis-Geld“ nachgeworfen haben, konnten diese Ihre Handelsgeschäfte tätigen, während den KMUs (Klein- und mittelgrosse Betriebe) der Hahn abgedreht wurde

  • Die Banken – und nur die – profitieren von der Nullprozent-Politik der Notenbanken. Diese paradiesischen Zustände dürften jedoch vorbei sein. Was, wenn die Zinsen steigen?

  • Gigantische Wirtschaftsförderungsprogramme wurden durch Pump finanziert, während die Steuereinnahmen der Staaten einbrechen. Die Zinserhöhungen werden zu Schocks führen. Höhere Zinsen sind Gift für die Börsen

  • Die Immobilienkrise in den USA ist – allen Unkenrufen zum Trotz – alles Andere als überstanden. Die „gesicherten“ Schrottpapiere bleiben Schrott und dürften ihre „echte Nullbewertung“ noch vor sich haben

  • Mit Ausnahme der Handelsbanken, die dank besseren Börsen und der Auslagerung der Schrottpapiere durch Handelsgewinne Quartals-Gewinne ausweisen konnten, leiden die meisten Unternehmen an der Flaute. Ist dies die Basis für eine substantielle Börsenerholung?

  • Der Optimismus an den Börsen betrifft nur die opportunistischen Profis. Die Börsenumsätze sind bescheiden und nicht durch Vertrauen abgestützt. Im Klartext: Es werden immer die gleichen Papiere hin und hergeschoben

  • Tieferen Unternehmensgewinnen stehen höheren Börsenkursen gegenüber. Besonders Industrie- und Exportwerte dürften überproportional korrigieren

  • Nach dem weltweit starken Anstieg der Börsen seit den Crashs werden die Profis im Hinblick auf die jährlichen Zitterpartien im September/Oktober die Gewinne realisieren

  • Technisch sind die Börsen, das Gold, das Öl…überkauft. Sie dürften in Bälde korrigieren



    Radmil Consulting GmbH


Samstag, 11. Juli 2009

USA stoppt offiziell den Goldmünzenverkauf


Die Geschichte wiederhot sich immer wieder…

Seit Juni 2008 empfehle ich den Anlegern nur noch physisches Gold und silber zu kaufen, denn wir stürmen mit Vollgas auf das Verbot des privaten Goldbesitzes zu.

Was passiert wohl mit den Billionen und Trillionen wertloser Papierschnitzel (sprich Banknoten)? Zimbabwe hat es bereits in 2008 vorgemacht: Sie taugen nicht einmal als WC-Papier. Aufgrund der Verschmutzung werden aus ihnen ganze Berge von Sondermüll.

Die USA haben den Verkauf von Goldmünzen des „American Eagle“ mit sofortiger Wirkung suspendiert und nehmen keine Aufträge mehr von Händlern an

Nach Ansicht einiger Händler kann die Prägeanstalt wegen der hohen Nachfrage nicht mehr mithalten. Der Stopp des Goldmünzenverkaufs folgt einer Rationierung des Verkaufs von „Silver Eagle Münzen“, die bereits seit Mai in Kraft trat.

Der Silver Eagle darf nur noch von 13 amtlich autorisierten Händlern abgeben werden

Nach Ansicht von GATA (Gold Anti-Trust Action Committee) ist die Suspendierung des Goldmünzenverkaufs in den USA ein klarer Hinweis darauf, dass die Preise am Futures Markt nicht stimmen können, da die physische Nachfrage nach wie vor sehr hoch sei. Es gebe auch keine Anzeichen, dass die Nachfrage nach Goldmünzen nachlasse, oder dass Goldbesitzer ihre Bestände wegen fallender Kurse verkauften.

Quelle: wikipedia.org

Sonntag, 5. Juli 2009

Neueste Goldminen: Michael Jackson Domains

Goldene Domains: 10 Mio. USD für Michael Jackson Domain? - Nein, aber
Die Domain erzielte über 1 Mio. USD

Auf Twitter geisterte der Kaufpreis für die unmögliche (Zungenbrecher-) Domain

"inmemoryofmichaljackson.com"

von USD 9.999.999 herum. Allem Anschein nach leistete sich hier jemand ein schlechter Scherz. Denn am nächsten Tag wurde die Domain neu mit Geboten von knapp unter USD 1 Mio. wieder neu gelistet.

DIe Jagd auf Michael Jackson Domains geht weiter

Wahr ist, dass auf Sedo.de am27.06.2009 die Domain "michaeljackson.org" zu USD 2.550 verkauft worden ist. Ein Schnäppchen im Vergleich zu den ".com-Preisen".

Noch ausstehend ist die Auktion auf eBay: Der "glückliche Käufer" muss für die 4 Domains: "inmemoryofjackson.de / eu / org / info" mindestens EUR 25.006.09 hinblättern oder beim Sofortkauf EUR 250.000.

Obwohl die angebotenen Domains alles andere als attraktiv sind (kurze, einprägsame Namen zur Vermeidung von Tippfehlern), zeigt das Beispiel mit Michael Jackson, dass die Preisentwicklung von Top Level Domain Namen erst ein Mauerblümchendasein erleben.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Finanzkrise: Top Level Domains - Goldminen der Zukunft ohne Risiko

Erst seit 12 - 15 Jahren auf dem Markt und schon Mangelware

Sogar Bill Gates bestätigt: "Domains werden schneller im Wert steigen als jeder andere Wertgegenstand, den die Menschheit je kannte".

Top Level werden die Domain Namen immer knapper. Aus diesem Grunde sind immer mehr Firmen gezwungen, Domains mit zusammengsetzen Worten, mit Bindestrichen oder unsinnigen Abkürzungen zu führen. Einfache Begriffe als Domain-Namen sind längst nicht mehr zu bekommen – oder nur noch zu schwindelerregenden Preisen. Ein Beispiel: Die Domain "flicker.com" wurde kürzlich. Unzählige User steuern die Adresse an, wenn sie sich vertippen und statt der Adresse der weltgrößten Fotoplattform "flickr.com" irrtümlich die orthografisch richtige Schreibweise eingeben. Die Domain wurde zu 600.000 Dollar verkauft.

Aber auch die Preise für Domainnamen unterliegen Schwankungen. Selbstverständlich werden die Namen Google und Amazon nicht verkauft. Trotzdem variieren die Preise:

- google.com: 24.06.2006: 3,4 Mio. EUR, 18.07.2006: 2,34 Mio. EUR...06.05.2009: 1,284 Mio. EUR - auch kein Pappenstil

- amazon: 04.07.2006: 20.000 EUR (!), 07.08.2007: 212.800 EUR...06.05.2009: 192.500 EUR

Aber auch ganz normale Domains wie "Atlas" haben eine eindrückliche Rerformance hinter sich und werden weiter stark zulegen:

- atlas.com: 08.1.2007: 21.000 EUR, 06.05.2009: 105.014 EUR

(alle Bewertungen durch www.adressio.de)

Die Schlacht um die besten Top Level Domains hat erst richtig begonnen. Trotzdem ist es möglich auf den Zug zu springen.

Aus Zeitgründen muss ich leider einige meiner Top Level Domains verkaufen (bitte hier klicken).

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Sammeln von Domains.

Sonntag, 3. Mai 2009

Finanzkrise: Invest 2009 in Stuttgart, grosses Interesse

Rund 15.000 Besucher besuchten vom 24. bis 26. April 2009 in Stuttgart die Invest, Deutschlands wichtigste Messe für institutionelle und private Anleger. Die Anleger bestätigten damit die Veranstaltung eindrucksvoll als wichtigen um das Thema Finanzen. Mit diesem starken Ergebnis, sind die Messe Stuttgart und die Börse Stuttgart, Mitveranstalter der Invest, sehr zufrieden, obwohl der Rekord vom letzten Jahr (2008:17.243 Besucher) nicht ganz erreicht wurde. „Dass die Invest trotz des schwierigen Börsenumfeldes so viele Besucher hatte, unterstreicht ihre Rolle als führende Finanzmesse in Deutschland“, sagt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. „Aussteller und Besucher haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen und bewiesen, dass Informationen gerade in volatilen Märkten und schwierigen Zeiten besonders wichtig sind.“ In einer Umfrage erklärten 97% der Besucher, dass sie die Invest weiter empfehlen und wieder kommen werden.

Ich danke Ihnen für Ihr grosses Interesse und Ihre zahlreichen Anregungen an der Messe. Ihre Reaktionen haben mir auch gezeigt, dass wir mit dem Kapitalschutz Investor auf dem richtigen Weg sind, indem wir - jeder für sich - in Anbetracht der lauernden Gefahren am Finanz- und Kapitalmarkt auf soliden Anlagen bauen. Denn vor uns liegt die Bankenkrise II, die ihre Ursachen in den kreativen Bankbilanzen (Überbewertung von Aktiven), Kreditkartenausstände, mangelnde Eigenkapitalbasis und beschränkte Wachstumsaussichten haben werden.

Einige Leser sind mit dem Wunsch an mich herangetreten, die Präsentationen zu erhalten. Über diesen Link (bitte anklicken) kommen Sie zu den drei Präsentationen: "Invest 2009 -Schweiz, Ausblick", "Invest2009-Anlagestrategie nach der Krise" und "Invest2009-Kapitalschutz", die Sie herunterladen können.

Dienstag, 28. April 2009

Finanzkrise: Zweite Pleitewelle in Sicht?


Risikoprämien auf Bankanleihen sind am Steigen

Die Kreditversicherungen stehen trotz weltweiter Milliarden Hilfen für den angeschlagenen Finanzsektor auf Rekordhöhe. Dass die Risiko-Prämien gleich hoch sind, wie nach der Lehman Pleite widerspiegelt den Angstfaktor nach weiteren grösseren Pleiten Risiken.

Nachdem die Risikoprämien der Credit Default Swaps (CDS) auf unter 150 Basispunkte gefallen sind, liegen sie im Durchschnitt (!) aller Emittenten bereits wieder deutlich über 200 Punkte. Dem Niveau kurz nach dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im vergangenen September.

Investiert ein Investor 10 Mio. Euro in eine Bankanleihe, muss dieser im Schnitt 200.000 Euro bezahlen, um das Risiko des Emittenten abzusichern.

Das Insolvenzrisiko ist für Zertifikatekäufer von grosser Bedeutung. Denn bei den Produkten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen; geht der Emittent pleite, ist die Rückzahlung des Kapitals gefährdet. Die Entwicklung der CDS zeigen auf, wie hoch der Markt das Pleiterisiko einer Bank einschätzt.

Insgesamt hat sich der Derivatemarkt im ersten Quartal schwach entwickelt. Mit 29.000 Zertifikaten wurden deutlich weniger aufgelegt als im Vorjahreszeitraum, als es 42.000 Neuemissionen gab. Dies spricht für eine weiterhin grosse Zurückhaltung der Anleger.

Der Börseneinbruch bis März hat dazu geführt, dass bei zahlreichen Produkten die Risikopuffer gerissen wurden mit der Folge, dass die Bonusrenditen verfielen. Über alle Produktkategorien hinweg lag die sogenannte Knock-in-Quote bei 62,4 Prozent. Damit hat bei fast zwei Dritteln der Produkte der Risikopuffer nicht ausgereicht. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im dritten Quartal 2008 lag der Wert bei 11,8 Prozent.

Dienstag, 21. April 2009

Finanzkrise - IMF erwartet weitere 4 Billionen USD Banken Abschreibungen

Das Karussell dreht sich immer schneller

Jetzt gibt auch der der Internationale Währungsfonds (IWF) zu, dass die Finanzindustrie zusätzlich bis zu 4 Billionen (4.000.000.000.000) USD oder 3 Billionen (3.000.000.000.000) Euro zusätzlichen Abschreibungen stehen. Die Banken sind dabei zu 2/3 und die Versicherer und Pensionskassen 1/3 betroffen. Die letzte Schätzung stand bei „bis 2 Billionen (2.000.000.000.000) USD. Wie von Geisterhand – und trotz gigantischer Staatshilfen rund um den Globus – haben die Risiken um in den vergangenen 6 Monaten 100% zugenommen. Doch: Ohne Säuberung der Bankbilanzen von wertlosen Luftpositionen geht von den Banken weiter Risiko für die Wirtschaft aus.

Das Unheil dürfte mit 2,7 Billionen USD aus den USA kommen (im Januar wurden die Verluste auf 2,2 Billionen USD geschätzt. Ramschpapiere und Kreditpositionen aus Europa dürften sich auf 1,2 Billionen USD belaufen.

Statt einer Verbesserung oder mindestens der Konsolidierung der Lage im Finanzmarkt warnt der IMF, dass sich DIE FINANZKRISE VERBREITERT HABE.

Im Gegenzug zu der Auslagerung der Giftpapiere muss die Finanzindustrie mit frischem Kapital ausgestattet werden. Die Alternative: Die Abwärtsspirale des globalen Finanzsystems dreht sich noch schneller.

Finanzkrise: Erste Vorboten der Hyperinflation Die kommende Hyperinflation leicht erklärt

Simbabwe schafft eigene Währung ab

Simbabwes Inflation liegt bei 230 Millionen Prozent. Jetzt kommt die Notaktion: Die Regierung wird den Simbabwe-Dollar für mindestens ein Jahr aus dem Verkehr nehmen. Als Ersatz werden ausländische Währungen zugelassen. Also: USD und Euro - zwei Kranke, als Ersatz für einen Toten (Zimbabwe-Dollar).

Deutschland am Schicksalstag 20.04.2009

Bei der BRD-Staatsanleihen-Auktion blieben die Käufer aus. Es konnten nicht alle Anteile verkauft werden konnten. Das besondere hierbei ist, dass es sich um eine 6-Monate bezifferte Anleihe handelt, also keine Langfristige wie z.B. 10 Jährige. Finanzminister Steinbrück (Peitschen Peer) war bestimmt geschockt, als er vernahm, dass die Finanzierungsquelle, die "solide deutsche Staatsanleihe" versiegt. Wenn die Regierung Probleme hat Geld auf den Kapitalmarkt zu bekommen, droht der Staatsbankrott. Die EZB könnte zwar die Anleihen direkt monetisieren, aber was 1923 in einer ähnlichen Situation rauskam wissen wir: Hyperinflation.

Deshalb: Hyperinflation leicht erklärt (hier kommen Sie zum Film)

oder in einem Bild

Papiergeld ist nicht mal mehr Toilettenpapier wert. Bildquelle: www.appfrica.net



Mittwoch, 15. April 2009

Finanzkrise: Kreative Bankbilanzen - Katastrophe in Sicht

Dank phantasievollen Bewertungen von Aktiven können US-Banken ihre Verluste in Gewinn umwandeln. Zu zu guter Letzt werden auch die Europäer gedrängt, FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen.

"Erfolg des G-20 Gipfels": Banken dürfen phantasievolle Buchhaltungen ausweisen.

Machte Goldman Sachs vor, wie "es" gemacht werden kann und darf: Völlig überraschend wies die US Grossbank einen Quartalsgewinn (?) von 1,66 Mrd. US-Dollar aus. Die bisherigen Regeln verlangten eine Bewertung der Investments zum gegenwärtigen Marktpreis ("mark-to-market-Regel"). Da es etwa für "giftige" Kreditpapiere in der Krise praktisch keine Käufer mehr gibt und der Preis damit gegen Null geht, mussten Banken und Unternehmen drastische Abschreibungen vornehmen.

Das ist nun vorbei: Die FASB kündigte am Donnerstag an, ihre bisherigen Regeln anzupassen und den Finanzinstituten mehr Spielraum bei der Bewertung von Ramsch-Papieren in illiquiden Märkten einzuräumen. Die neue Lösung deutet Richtung Casino hin - darf es ein paar Milliarden mehr sein oder weniger?

Die Regeln schreiben vor, dass
  • es eine Höchstgrenze für Impairments bei Kreditpapieren geben soll, wenn dieser Abschreibungsbedarf nicht nur kurzfristig besteht
  • Abschreibungen überhaupt nur vorgenommen werden müssen, wenn der Wertverlust nach Meinung der Unternehmen "nicht nur kurzfristig" ist
  • Wertberichtigungen von Kreditpapieren sehr wohl vorgenommen werden müssen, allerdings verteilt auf ihre Restlaufzeit.

Voraussetzung für die "freundlichere" Bewertung ist aber in jedem Fall, dass die betreffenden Papiere nicht verkauft werden. Sonst wäre ungerechtfertigten Aufwertungen Tür und Tor geöffnet, die nur einen höheren Verkaufspreis zum Ziel hätten.

Der nächste "Sieger" dürfte Citigroup heissen. Die US-Bank könnte über Nacht ihre Verluste aus Immo-Krediten um bis zu 70 Prozent senken, sagte Richard Dietrich, Professor der University of Ohio.

Die Europäer haben sich beim G20 Gipfel verpflichtet, mitzuziehen. Die US-Bilanzierungsregeln "Financial Accounting Standards Board (FASB) (bitte hier drücken)" öffnen Tür und Tor für Casino-Bilanzen.

Wenn "Sie" einem Alkoholiker noch ein paar (gefüllte) Flaschen hinstellen, damit er glücklich bleibt, wird seine Alkoholsucht nicht bekämpft.

Montag, 13. April 2009

Finanzkrise: Steht die Fed vor der Pleite?

Ironie des Schicksals: Gerade die Schweizer, welche beim G20-Gipfel von den Amerikanern nicht eingeladen worden sind und unter Dauerbeschuss der US Regierung sind, "spenden" der einst stolzen US-Notenbank, der FED und retten sie vor Illiquidität. Die Amerikaner können mit bis 40 Mrd. CHF an Hilfe rechnen. Die SNB (Schweizerische) gab ihr Einverständnis zu einer neuen, "zeitlich begrenzten Devisen-Swap-Vereinbarung mit der FED".

Auch von der stark gebeutelte Bank von England (BoE) erhält die US-Notenbank einen Rahmen von bis zu 30 Milliarden Pfund, und aus Japan durch die Bank of Japan (BoJ) bis zu 10 Billionen Yen.

Die Zusammenarbeit der Notenbanken bei der Versorgung mit Liquidität in jeweils fremder Währung begann mit Swapabkommen zwischen Fed, EZB und SNB im Dezember 2007. Die Fed schloss dann während der heftigen Marktturbulenzen nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September weitere Arrangements mit den Notenbanken Kanadas, Japans und Großbritanniens. Außerdem bestehen mehrere Swap-Linien zwischen Fed und EZB und kleineren Zentralbanken in aller Welt, im Falle der EZB vor allem in Osteuropa. Wie bereits bei früheren Devisenabkommen ging die Initiative auch dieses Mal von der US-Notenbank aus.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage, wie die US-Regierung und mit ihr die FED die gigantischen Wirtschaftsförderungs-Programme von 2 Billionen USD abwickeln und wer die neu emittierenden US-Staatsanleihen kaufen wird, welche den Markt in Kürze überschwemmen werden. Die Chinesen protestieren bereits lautstark und und sehen ihre 800 Mrd. USD amerikanischer Staatsanleihen in Luft auflösen.

Dienstag, 7. April 2009

Investoren sind weniger risikoavers - Gold schwächer

Nach schwächeren Tagen konnte der Juni-Kontrakt Gold aufgrund der leicht negativen Korrelation zu den wichtigsten Aktienmärkten USD 10,50 auf 883,30 wieder leicht an Terrain gewinnen. Am Freitag wies es noch ein 2 1/2 Monatstief auf, denn die Risikoaversion der Anleger nimmt weiter ab. Doch aufgepasst: In der kommenden Inflationphase, gilt es Sachwerte anzubinden, seien es Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle.

Wie geht es weiter: Die amerikanische amerikanische Notenbank setzte ihre Offenmarktpolitik am Dienstag unvermindert weiter, indem sie wiederum Staatsanleihen aufkaufte, welche die Regierung am emittierte, um die gigantischen Wirtschaftpakete zu finanzieren. Zum ersten mal seit 1993 gab sie 7-jährige Anleihen heraus. Die Regierung glaubt also an eine lange Durststrecke. Doch wer hat ausser dem Fed, den Mut die "AAA(?)" Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Chinesen die Nase voll haben?

Während die Politiker die Lage schönreden, haben die meisten Anleger die Lage erkannt und stürzen sich auf das Gold. Ich empfehle Ihnen folgenden interessanten Artikel (bitte hier klicken). Haben Sie schon mal einen Goldhaufen von 1,4 Mrd. CHF (935 Mio. Euro) gesehen?

Was sagte Alan Greenspan...

"Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müsste die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde."

...und Ben Barnanke?

"Im Zweifel kann die Fed die Dollarpresse beliebig rotieren lassen und notfalls Geld mit dem Helikopter abwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln."


Quelle: Tagesanzeiger

Montag, 9. März 2009

China will den Goldbestand aufstocken

China macht seine Pläne wahr und wird seine Währungsreserven stärker mit Gold diversifizieren (derzeit sind weniger als 1% der Währungsreserven von 1,9 Bio. USD in Gold angelegt, der Anteil Europas und der USA ist um ein Vielfaches höher).

Leider kann China keine zu grossen Goldkäufe durchführen, ohne den Goldpreis - zum eigenen Nachteil - dadurch zu stark in die Höhe zu treiben. Zudem verbietet die gegenseitige Abhängigkeit der chinesischen Wirtschaft mit den USA (deshalb der Besuch von Hillary Clinton in China), dass China sein Papiergeld zu rasch in Gold "umtauscht". Auch die Verflüssigung seiner amerikanischen Staatsanleihen, von denen Beijing 800 Mrd. USD halten, können nicht verkauft werden, ohne den US-Bondmarkt noch mehr ins Rutschen zu bringen. Auch in diesem Fall wäre China der Leidtragende (gigantische Kursverluste auf den Anleihebeständen).

Gold gilt als Gegenpol zum Papiergeld. Was China aus Sachzwängen heraus nicht tun kann, können Sie als Investor: Das Gold lockt, denn es notiert immer noch unter 1.000 USD/Unze.

Samstag, 7. März 2009

Das Gold wird zum 25-fachen Ölpreis gehandelt

Die Preiskorrektur steht bevor

Jedes Jahr zeigt sich für ein paar Tage dasselbe Bild: Gold und Erdöl zeigen ein Preisverhältnis (Korrelation) von 25 auf. Technische Analysten gehen von einem Anstieg sowohl des Gold-, als auch des Ölpreises aus, wenn das Ratio mindestens 25 mal grösser ist als der Ölpreis.

Das Verhältnis der März-Futures von Gold an der Comex und der April Kontrakt für das West Texas Crude Öl an der Nymex haben sich in den vergangen 2 Wochen gut gehalten. Am 23 Februar hat das Gold gar auf 997,70 USD die Unze angezogen, wärend das Öl bei 38,20 USD notierte ---> Verhältnis von 26,12. - Anderseits, ist das Gold intraday am 26. Februar auf 942,70 USD gefallen, während das Gold auf 44,74 pro Unze angezogen hat ---> Verhältnis von 21,07. Wie sensitiv die der Goldmarkt reagiert zeigte es sich am 27. Februar, als sehr schlechte Wirtschaftszahlen veröffentlicht: Das Öl ging zurück, während das Gold anstieg ---> Verhältnis von 21,03. Am 5. März betru das Ratio (927,00 USD/46,31 USD) 21,25.

Sollte das Öl weiter ansteigen, was erwartet wird (es notiert jetzt bei knapp 46,00 USD), sollte das Gold die 1.000 USD Marke knacken.

Die Korrelation zwischen Gold und Öl vergössert sich

Die historische Korrelation zwischen Gold und Öl betrug 0,2. Zwischen 2003 und 2007 nahme der Korrelations Koeffizient auf 0,26 zu. In 2008 betrug er gar 0,36 und lag somit fast doppelt so hoch wie vor 2003. Alles deutet darauf hin, dass diese Grösse im Hinblick auf die Krise weiter zunehmen wird.

Goldpreis: Wir stehen vor einem weiteren Kursanstieg

Die OPEC geht wieder von einem Ölpreis von 80 USD aus. Bei einem langfrisitgen Durchschnittsratio von 17 - 20 (Gold-/Ölpreis) wird das Gold demnächst zwichen 1.360 und 1.600 USD notieren.

(Chart von www.thechartstore.com. Zum Vergrössern des Charts bitte auch Chart klicken.)


Wieso das Gold unter 1000 USD notiert

Alles spricht für Gold, der Börsencrash, das verlorene Vertraune in die Märkte, möglicherweise kollabierenden Staaten in Osteuropa, die drohende die Hyperinflation... Jedermann sieht es kommen. Und jedermann kann sich mit Gold schützen (die Goldschmelzen sind weltweit vollständig ausgelastet, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche).

Zur Gretchenfrage: Wieso steigt das Gold nicht über 1.000 USD?

1) Den Hedge-Funds und privaten Investoren mangelt es an Geld. Wollen sie am "Tiefpunkt"" (?) ihre Aktien verkaufen? Viel eher trennen sie sich von den Edelmetallen, bei denen sie Gewinn gemacht haben.

2) 75% des Goldes wird zu Schmuck verarbeitet. In der Krise gehen auch die Luxuskäufe zurück. Die Nachfrage der Schmuckproduzenten geht zurück, da sie zuerst ihre Lager verkaufen.

Bereits jetzt ist sichtbar, dass Staatsanleihen akut gefährdet sind. Vor einer Rückzahlung der ausstehenden Beträge kann nicht einmal geträumt werden. In der Vergangenheit war es selten so klar ersichtlich wie sich Unheil nähert und welche Vorkehrungen zum eigenen Schutz getroffen werden können.

Freitag, 20. Februar 2009

Freitag, der 20.02.: DAX -4,76%, SMI -2,79, S&P 500 -1,14%


In Anbetracht miserabler Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA ging das Massaker an den Börsen in der vergangenen Woche unvermindert weiter: DAX - 4,76%, SMI - 2,79%, Nikkei 225 - 3,15%, Hang Seng -1,55%, S&P 500 -1,14%.

Als Gegengewicht zum starken Goldpreis in USD schwächte sich der USD zum Euro weiter ab. Der Euro hat sich am Donnerstag zunächst von ihrem zuvor erreichten Zehnwochentief bei 1,2511 bis 1,2757 US-Dollar in der Spitze erholt und kam dann wieder zu seinem bisherigen Tief zurück. Die charttechnischen Aussichten sind weiter negativ. Auf die nächsten Unterstützungen trifft der Euro bei 1,2550, bei 1,2510 und bei 1,2425. Die nächsten Widerstände sind bei 1,2670, bei 1,2705 und bei 1,2755.


Gold, die Krisenwährung sprang in London bis auf 1.005,78 USD/Unze und hat wieder eindeutig die Funktion als sicherer Hafen bestätigt: Kurz zuvor waren bereits einige Gold Futures Kontrakte bei 1.004,38 USD und lagen damit um 28,23 USD höher als am Vortag. Kurz zuvor waren bereits einige Terminkontrakte (Futures) für Gold über die 1.000-Dollar-Marke gesprungen. Zuletzt lag der Spot-Preis für eine Feinunze noch bei 1.004,38 Dollar und damit um 28,23 Dollar höher als am Vortag.

Bleiben Sie weiter im Gold und stocken Sie Ihren Bestand auch aus Gründen der kommenden Inflation weiter auf.

Samstag, 31. Januar 2009

Mr. Obama, wieviele Hoffnungen haben die Anleger in Sie gesetzt...

... kommt sie jetzt oder nicht, die "Bad Bank"?...das Obama Stimulus Paket ist in Trouble, ...der Obama Crash setzt sich fort,...bereits zeigen sich Chaos und Meinungsverschiedenheiten in der Obama Administration, ...sind Sie nun der Boss, Mr. President?...alle warten auf Ihre Lösungen der Probleme...Gold steigt, kein gutes Zeichen, Mr. Obama...

Freitag, 30. Januar 2009

Trüber Wochenschluss in New York

1) Noch ist das Bankenrettungsprogramm nicht beschlossen. Jeder Tag des Wartens erhöht und vergrössert das Risiko vor weiteren Verlusten an den Börsen.

2) Jetzt findet auch Barack Obama die hohen Boni der Banker als "shameful" (schändlich).

3) Das US-Wirtschaftswachstum zeigte mit -3,8% den grössten Rückgang seit dem ersten Quartal 1982 (damals -6,4%).

4) Offensichtlich wird bis zum Ende des Hick-hacks um das 1 Bio. USD Wirtschaftsförderungs- Programms, der USD als wankelmütige Währung abgestraft. Bitte hier klicken. Der Einbruch zum japanischen Yen wiederspiegelt die Unentschlossenheit der Regierung.

5) Das Gold als Krisenmetall, Hafen für Sicherheit und Inflationsabsicherung steigt rasant an. Grund ist die offensichtliche - im Hinblick auf die erwartete Wirtschaftsprognosen - überbewertete US-Währung (hier erhalten Sie die aktuellsten Gold-Preise).
 
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